Sportsfreund der Woche: Edin Džeko

Es ist die Story der Rückrunde in der 2. Bundesliga: Edin Džeko und seine Rückkehr nach Deutschland zum FC Schalke 04. Schon seit Wochen zeigt der Bosnier, dass er auch im fortgeschrittenen Alter nichts verlernt hat. Vergangenes Wochenende kam Holstein Kiel in den Genuss, den einstigen Weltklasse-Stürmer im heimischen Stadion begrüßen zu dürfen. Spätestens mit dem Abpfiff war die allgemeine Euphorie im weiten Rund verflogen. Džeko avancierte mit zwei Torvorlagen einmal mehr zur „Lebensversicherung“ der Gelsenkirchener.

Eine Nummer zu groß für die Liga

Der 2:1 Auswärtssieg der Knappen zeigt erneut: Džeko ist mit Abstand der beste Spieler der Liga.

Eine These, die nicht weniger steil sein könnte, die Leistungen des Bosniers jedoch in keinster Weise schmälern. Die zweite Liga hat eine ihr eigene Dynamik, Kampf und Tagesform statt Glanz und Gloria. Ein Gefilde, in dem sich Džeko so in seiner Karriere nie bewegt hat. Nach nur elf Pflichtspielen für den AC Florenz in der Hinrunde, waren Zweifel am Transfer – trotz des großen Namens – durchaus angebracht.

In seinen ersten vier Spielen kommt der Bosnier auf starke drei Tore und zwei Vorlagen. Dass ein Spieler seiner Qualität die Statistikbögen füllt, war so wohl unvermeidbar, dass er so schnell zum Dreh- und Angelpunkt des Aufstiegskandidaten Nummer 1 wird ist schlicht beeindruckend.

Džeko gibt Schalke eine Komponente, die der Kader so bisher nicht hergegeben hat: der klassische Strafraumstürmer, der auch fußballerische Lösungen außerhalb der Box findet.

Zur rechten Zeit am rechten Ort

Džeko und Schalke – sie scheinen sich gesucht und gefunden zu haben. Bereits auf der ersten Pressekonferenz nach seinem Wechsel, war der Stürmer voll des Lobes für seinen neuen Club.

Mit Cheftrainer Miron Muslic saß das größte Argument für einen Wechsel wohl auf der Trainerbank. Der bosnisch-österreichische Chefcoach scheint auf Schalke angekommen zu sein und sorgt nach jahrelangen Missverständnissen auf der Trainerposition mal wieder für Aufbruchstimmung bei den Fans. Umso weniger überraschend, dass sich Džeko und seine Agenten bei Schalke anboten, nicht der Verein beim Spieler.

Den Aufstieg fest im Visier

Mit der Verpflichtung eines derartigen Hochkaräters hat man sich in Gelsenkirchen quasi verpflichtet: Alles andere als der Aufstieg in die Bundesliga wäre eine Enttäuschung.

Nur Hertha und Hannover haben ligaweit einen wertvolleren Kader, jedoch weder einen Edin Džeko noch einen Loris Karius in ihren Reihen. Schalke profitierte in der Vorrunde maßgeblich von einer starken Defensive, Karius hielt mehrere Punkte fest. Nun ist man auch offensiv deutlich variabler, der geplatzte Wechsel von Moussa Sylla könnte sich im Nachhinein als Glücksgriff erweisen. Nach zwei verlorenen Jahren in der zweiten Liga, stehen alle Zeichen auf Aufstieg  Džeko sei Dank.

Edin Džeko: Seine Karriere im Überblick

Zeitraum Verein
2003–2005 FK Željezničar Sarajevo
2005–2007 FK Teplice
2005 → FK Ústí nad Labem (Leihe)
2007–2010 VfL Wolfsburg
2011–2015 Manchester City
2015–2021 AS Rom
2021–2023 Inter Mailand
2023–2025 Fenerbahçe Istanbul
2025–2026 AC Florenz
2026– FC Schalke 04

2. Bundesliga 2025/26: Die Tabelle vor dem 23. Spieltag

Pl. Team Sp. S U N Tore Diff. Pkt.
1FC Schalke 0422134528:171143
2SV Darmstadt 9822119242:241842
3SV Elversberg22125539:241541
4Hannover 9622125541:301141
5SC Paderborn 0722124633:24940
6Hertha BSC2297630:23734
71. FC Kaiserslautern22104836:31534
81. FC Nürnberg2285929:31-229
9VfL Bochum2277830:27328
10Arminia Bielefeld2276935:30527
11Karlsruher SC2276931:42-1127
12Fortuna Düsseldorf22741120:31-1125
13Eintracht Braunschweig22741125:37-1225
14Holstein Kiel22661027:31-424
15Preußen Münster2258925:32-723
161. FC Magdeburg22721331:39-823
17Dynamo Dresden22561132:40-821
18SpVgg Greuther Fürth22541332:53-2119

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