Der Spanier Albert Riera vom slowenischen Tabellenführer NK Celje folgt wohl auf Dino Toppmöller. Der 43-Jährige steht kurz vor einer Einigung mit den Hessen. Vorstandssprecher Axel Hellmann verkündete dies auf der gestrigen Mitgliederversammlung.
Das Erbe von Toppmöller
In den vergangenen Tagen und Wochen wurden einige mögliche Nachfolger Toppmöllers gehandelt. So sollen unter anderem Marco Rose sowie Alexander Blessin heiße Kandidaten gewesen sein. Den Zuschlag erhält nun wohl Riera, ein international kein Unbekannter.
Fakt ist: Eine Ablöse wird auf jeden Fall fällig. Rieras Vertrag läuft noch bis 2028, die Rede ist von einer Summe zwischen einer und zwei Millionen Euro.
Der gebürtige Mallorquiner spielte während seiner aktiven Karriere für große Vereine wie den FC Liverpool oder Manchester City und kommt insgesamt auf elf Profistationen. Seine ersten Trainererfahrungen sammelte er als Co-Trainer bei Galatasaray Istanbul unter Trainerlegende Fatih Terim. Den ersten Cheftrainerposten übernahm er 2022 bei NK Olimpija, ehe er über die Stationen Celje und Girondins Bordeaux erneut beim NK Celje anheuerte.
Frühe Erfolge, große Perspektive
Rieras bisherige Stationen waren größtenteils von Erfolg geprägt: das Double mit NK Olimpija sowie ein Pokalsieg mit Celje. Einzig beim gebeutelten Traditionsverein Girondins Bordeaux konnte auch er nicht die Wende bringen.
Aktuell steht sein Team in der heimischen Liga mit zwölf Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze. In der Conference League belegt Celje einen starken 13. Platz.
Riera steht für modernen, offensiven Fußball und präferiert ein 4-3-3-System, auch gegen nominell stärkere Gegner. Er setzt auf Flexibilität und schätzt polyvalente Spieler. Charakterlich gilt er als nicht immer einfach, wird von Insidern als sehr temperamentvoll, teils aufbrausend beschrieben – also quasi genau das Gegenteil seines eher ruhigen Vorgängers Dino Toppmöller und vielleicht genau das, was die Eintracht jetzt braucht.


Gewagte Entscheidung, aber ganz ehrlich: ich freu mich drauf! #SGE