Schweden hat es gepackt und fährt zur Weltmeisterschaft! Durch den 3:2 Erfolg gegen die Polen am gestrigen Abend, lösten die Skandinavier das Ticket für die WM-Endrunde. Es ist die Revanche für 2022: In den Playoffs zur Weltmeisterschaft im Katar, trafen beide Teams schon damals im entscheidenden Spiel aufeinander. Polen siegte mit 2:0 und fuhr zum Turnier, die Schweden hatten das Nachsehen. Diesmal also ein schwedisches Happy End, das unmittelbar mit einem Namen verbunden ist: Viktor Gyökeres.
Schwache Qualifikationsrunde, starke Playoffs
In der Qualifikation traf Schweden auf die Schweiz, Kosovo und Slowenien. Erstmals in der Geschichte, konnte die Nationalmannschaft kein einziges Spiel in einer WM-Qualifikation gewinnen und schloss mit zwei Remis und vier Niederlagen auf dem letzten Platz ab. Nach vier Spielen wurde Nationaltrainer Jon Dahl Tomasson von seinen Aufgaben entbunden, doch auch Nachfolger Graham Potter konnte nicht für die erhoffte Wende sorgen.
Nur durch den Erfolg in der Nations League 2024/2025 – Schweden belegte den ersten Platz in Gruppe C1 – erreichte die Nationalmannschaft trotzdem die WM-Playoffs. Nach den schwachen Leistungen der vergangenen Monate und dem verletzungsbedingten Ausfall von Alexander Isak, standen die Vorzeichen denkbar schlecht, doch Viktor Gyökeres hatte andere Pläne. Insgesamt vier der sechs erzielten schwedischen Treffer, gehen auf das Konto des Stürmers vom FC Arsenal.
Große Spieler entscheiden große Spiele
Im Playoff-Halbfinale gegen die Ukraine gelang Gyökeres ein Dreierpack. Quasi im Alleingang beendete er die WM-Hoffnungen der Ukrainer: Beim ersten Treffer musste der Stürmer den Ball nach schöner Vorarbeit von Benjamin Nygren, nur noch über die Linie drücken. Durch eine starke Einzelleistung konnte Gyökeres später zum 2:0 nachlegen und traf anschließend per Elfmeter zur 3:0 Vorentscheidung. Den Elfmeter holte der Angreifer zuvor selbst heraus, Torhüter Anatoli Trubin konnte ihn nur noch per Foul stoppen.
Am gestrigen Abend gelang ihm das entscheidende Tor zur WM-Teilnahme. Nachdem die Polen den Ball mehrmals nicht klären konnten, traf der Stürmer zum umjubelten 3:2 Siegtreffer in der 88. Spielminute. Während sein Gegenüber Robert Lewandowski größtenteils blass blieb, stand Gyökeres zur rechten Zeit am rechten Ort. Mit 27 Jahren steht der Stürmer in der Blüte seiner Karriere und spielt sowohl im Verein als auch in der Nationalmannschaft eine tragende Rolle.
Das gestrige Tor ist sein bisheriges Meisterstück, das nicht das letzte bleiben dürfte.
Bei der WM-Endrunde treffen die Schweden in Gruppe F auf die Niederlande, Tunesien und Japan, eine auf dem Papier recht ausgeglichene Gruppe, die sich nur schwer prognostizieren lässt. Das erste Spiel gegen Tunesien ist vorentscheidend für den weiteren Turnierverlauf, einen ähnlich schlechten Start wie in der Qualifikation, kann sich das Team von Graham Potter nicht erlauben.
Da die Turnierteilnahme von Alexander Isak weiterhin ungewiss ist, liegt die Hauptlast einmal mehr auf Viktor Gyökeres – nicht das schlechteste Szenario, wie es die vergangene Woche gezeigt hat.
Viktor Gyökeres: Seine bisherigen Vereine
| Zeitraum | Verein |
|---|---|
| 2015–2017 | IF Brommapojkarna |
| 2018–2021 | Brighton & Hove Albion |
| 2019–2020 | FC St. Pauli (Leihe) |
| 2020–2021 | Swansea City (Leihe) |
| 2021–2023 | Coventry City |
| 2023–2025 | Sporting Lissabon |
| seit 2025 | FC Arsenal |

