Am Sonntag (18. Oktober) gastiert die TSG Hoffenheim am 6. Spieltag der Bundesliga bei Borussia Mönchengladbach Oder anders gesagt: Der Tabellenletzte empfängt den Tabellenvorletzten. Anstoß der Partie im ista-Borussia-Park ist um 17:30 Uhr.
Für die TSG geht es dabei um wichtige Punkte, denn die Kraichgauer stecken nach mehreren Niederlagen in der Ergebniskrise. Sowohl in der Bundesliga als auch in der Europa League blieb die Mannschaft von Christian Ilzer zuletzt hinter den Erwartungen zurück. Vor dem Duell mit Schlusslicht Gladbach stellt sich deshalb die Frage, wer dem Team neue Impulse geben und für die dringend benötigte Wende sorgen kann.
Vier Stars machen trotzdem Mut! Welche das sind? DENGOATZ verrät es Euch in diesem Artikel.
Ergebniskrise bei Hoffenheim: Die letzten Spiele im Überblick
Saison 2026/27
| Datum | Wettbewerb | Begegnung | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 22.08.2026 | DFB-Pokal | Erzgebirge Aue – TSG Hoffenheim | 0:4 |
| 29.08.2026 | Bundesliga | 1. FC Köln – TSG Hoffenheim | 3:2 |
| 05.09.2026 | Bundesliga | TSG Hoffenheim – Borussia Dortmund | 2:3 |
| 12.09.2026 | Bundesliga | TSG Hoffenheim – VfB Stuttgart | 2:1 |
| 17.09.2026 | Europa League | OFI Heraklion – TSG Hoffenheim | 2:0 |
| 20.09.2026 | Bundesliga | SC Paderborn 07 – TSG Hoffenheim | 3:1 |
| 10.10.2026 | Bundesliga | TSG Hoffenheim – Hamburger SV | 2:3 |
| 15.10.2026 | Europa League | TSG Hoffenheim – Besiktas | 2:3 |
Diese 4 TSG-Stars machen Hoffnung
Andrej Kramarić – Die Identifikationsfigur der TSG
Der Kroate ist neben Oliver Baumann das absolute Aushängeschild der TSG Hoffenheim. Seit 2016 schnürt Andrej Kramarić seine Schuhe für die Kraichgauer. In dieser Zeit entwickelte er sich zum Rekordtorschützen des Vereins, zu einem der prägendsten Offensivspieler der Bundesliga und zum Fanliebling der TSG.
Warum lieben die Hoffenheim-Fans den mittlerweile 35-Jährigen so sehr? Weil er auch in schwierigen Zeiten zum Verein steht! Das zeigte sich besonders in der sportlich schwierigen Saison 2024/25. Damals kritisierte Kramarić die Entwicklung der TSG öffentlich und sprach die Probleme im Klub ungewöhnlich deutlich an. Trotz der schwierigen Situation stellte er sich der Verantwortung und machte deutlich, wie sehr ihm die Zukunft seines Vereins am Herzen liegt.
Wie eng die Verbindung zwischen dem Kroaten und Hoffenheim tatsächlich ist, unterstrich er auch im Mai 2026, als er seinen Vertrag verlängerte.
Ich fühle mich hier extrem wohl, der Klub und die Region sind längst zu meiner zweiten Heimat geworden.
Worte, die zeigen, dass seine Beziehung zur TSG weit über das Sportliche hinausgeht. Genau diese Identifikation und Führungsstärke benötigt Hoffenheim auch jetzt wieder. Denn die TSG steckt erneut in einer schwierigen Phase – und Kramarić könnte dabei eine entscheidende Rolle einnehmen.
Nach der Weltmeisterschaft im Sommer unterzog sich der Kroate einer Leistenoperation und verpasste dadurch einen Großteil der Saisonvorbereitung. Dass er zum Saisonstart nicht sofort in Topform sein würde, war daher wenig überraschend. Bei der 2:3-Niederlage gegen Besiktas in der Europa League stand Kramarić erstmals in dieser Saison in der Startelf. Es war sicherlich nicht seine beste Leistung, für seine Rückkehr zu alter Stärke aber ein wichtiger Schritt. Auf dem Platz war zu erkennen, dass der 35-Jährige versuchte, seine Mitspieler anzutreiben, zu dirigieren und der Mannschaft Orientierung zu geben.
Gerade in Krisenzeiten braucht es Führungsspieler, die Verantwortung übernehmen und vorangehen. Andrej Kramarić kann eine solche Führungsrolle bei der TSG Hoffenheim einnehmen. Findet er zudem zu seiner gewohnten Form zurück, wird er der Mannschaft auch wieder mit Toren und Vorlagen helfen können.
Für Hoffenheim wäre das ein enorm wichtiger Faktor. Denn der Rekordtorschütze ist nicht nur ein Stück Vereinsgeschichte – er kann auch in der Gegenwart maßgeblich dazu beitragen, dass die TSG wieder in die Erfolgsspur findet.
Bambasé Conté – Der Neu-Nationalspieler
Die wohl positivste Überraschung der Hoffenheimer in dieser Saison ist Bambasé Conté. Nach seiner erfolgreichen Leihe zur SV Elversberg kehrte der 23-Jährige zur TSG zurück und überzeugte auf Anhieb. Bereits in den Vorbereitungsspielen ließ der Offensivspieler seine Klasse immer wieder aufblitzen. Beim Bundesligaauftakt in Köln wurde er dafür direkt mit einem Platz in der Startelf belohnt.
Seine starken Auftritte blieben auch dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp nicht verborgen. Conté wurde für die deutsche Nationalmannschaft nominiert und überzeugte auch bei seinen ersten Einsätzen im DFB-Trikot. Anschließend erhielt er von Klopp ein Sonderlob:
Er ist ein wundervoller Fußballer, technisch hervorragend.
Er hat auch so eine
Ballklau-Mentalität,
die in dieser Mannschaft noch nicht so ausgeprägt ist.
Auch bei seiner Einwechslung gegen Besiktas war der Schwung zu erkennen, den Conté ins Hoffenheimer Spiel brachte. Der Linksfuß agiert unbekümmert, scheut das Eins-gegen-eins nicht und sucht selbst den Abschluss. Gleichzeitig bringt er genau jene Aggressivität gegen den Ball mit, die Klopp an ihm schätzt. Conté kann damit nicht nur für offensive Impulse sorgen, sondern auch im Pressing wichtige Akzente setzen.
Genau diese Mischung könnte Hoffenheim in der aktuellen Krise besonders gut gebrauchen. Conté bringt Tempo, Kreativität und Unbekümmertheit mit – Eigenschaften, die dem Hoffenheimer Angriff neue Energie verleihen können. Der Neu-Nationalspieler dürfte deshalb auch in den kommenden Wochen eine wichtige Rolle spielen.
Für Trainer Christian Ilzer stellt sich allerdings eine entscheidende Frage: Wie lassen sich Conté und Andrej Kramarić gemeinsam in die Startelf integrieren? In der bisherigen Saison stand meist nur einer der beiden von Beginn an auf dem Platz. Während Kramarić mit seiner Erfahrung, Übersicht und Abschlussqualität überzeugt, bringt Conté Dynamik, Tempo und Stärke im direkten Duell mit. Gerade in der aktuellen Situation könnte die Kombination beider Spielertypen der TSG neue Möglichkeiten eröffnen. Ilzer muss nun den richtigen Weg finden, um die Qualitäten beider Offensivspieler bestmöglich einzusetzen.
Nathan De Cat – Der 17-Millionen-Youngster
Der Top-Transfer des Sommers war für viele der damals erst 17-jährige Nathan De Cat. Der Belgier wechselte für 17 Millionen Euro vom RSC Anderlecht nach Sinsheim und soll sich eine Ausstiegsklausel in Höhe von 70 Millionen Euro in seinen Vertrag verankert lassen haben. Entsprechend hoch waren die Erwartungen an das belgische Top-Talent.
De Cat begründete seinen Wechsel zur TSG unter anderem mit der Aussicht auf die nötige Spielzeit. Bislang ist davon allerdings wenig zu sehen. In den vergangenen drei Bundesligaspielen blieb der Youngster komplett ohne Einsatzminute. Insgesamt kommt er im deutschen Oberhaus bislang erst auf 30 Spielminuten.
Seine Einwechslung beim Europa-League-Spiel gegen Besiktas am Donnerstag war deshalb ein wichtiges Signal. Erstmals seit fast einem Monat durfte De Cat wieder im Trikot der TSG auf den Platz. In der 72. Minute ersetzte er den blassen Wouter Burger und brachte ähnlich wie Bambasé Conté neuen Schwung ins Hoffenheimer Spiel.
Nur fünf Minuten nach seiner Einwechslung fehlte nicht viel zu seinem ersten Treffer für die TSG: Sein Abschluss aus rund 14 Metern wurde jedoch noch über das Tor abgefälscht. Darüber hinaus überzeugte der Belgier mit cleveren Bewegungen, durch die er Räume öffnete und das Hoffenheimer Angriffsspiel beschleunigte. Immer wieder deutete er an, welches Potenzial in ihm steckt.
Noch ist De Cat allerdings kein Gamechanger – dafür muss er seine Qualitäten regelmäßiger auf den Platz bringen. Bislang blitzt sein enormes Talent nur punktuell auf. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie er sich entwickeln soll, wenn ihm die dafür nötige Spielzeit fehlt. Gerade in der aktuellen Krise könnte Hoffenheim davon profitieren, dem jungen Belgier mehr Vertrauen zu schenken.
Natürlich ist ein so junger Spieler keine Garantie für bessere Ergebnisse. Doch der mittlerweile 18-Jährige bringt Fähigkeiten mit, die der TSG neue Impulse geben können. Die hohe Ablösesumme und die kolportierte Ausstiegsklausel verdeutlichen, welche Erwartungen mit ihm verbunden sind. Jetzt muss Hoffenheim den richtigen Weg finden, um dieses Potenzial auch auf dem Platz zur Geltung zu bringen.
Fisnik Asllani – Der Topstürmer kommt langsam in Form
Eigentlich schien der Abschied von Fisnik Asllani im Sommer bereits beschlossene Sache. Doch dann platzte der Transfer zu RB Leipzig nach dem Medizincheck. Asllani blieb in Sinsheim – und musste anschließend erst wieder zu seiner gewohnten Stärke zurückfinden.
Die Anlaufschwierigkeiten waren dem Stürmer zunächst anzumerken. Am fünften Bundesliga-Spieltag gegen den Hamburger SV (2:3) stand er erstmals in dieser Saison in der Startelf. Dabei war er direkt an beiden Hoffenheimer Treffern beteiligt: Das zwischenzeitliche 1:1 erzwang er mit einem Kontakt, der zum Eigentor von Sebastian Bornauw führte, den zweiten Treffer bereitete er vor.
Auch international zeigte die Formkurve zuletzt nach oben. Anfang Oktober traf Asllani für den Kosovo in der Nations League gegen Österreich. Beim Europa-League-Spiel gegen Besiktas legte er am Donnerstag schließlich seinen ersten Saisontreffer für die TSG nach.
Asllani kommt immer besser in Fahrt – und das könnte für Hoffenheim in den kommenden Wochen ein entscheidender Faktor werden. In der vergangenen Saison überzeugte der Angreifer mit elf Toren und zehn Vorlagen und gehörte damit zu den besten Topscorern der Bundesliga. Diese Qualität kann die TSG gerade in ihrer aktuellen sportlichen Krise dringend gebrauchen.
Noch ist Asllani nicht wieder auf seinem besten Niveau angekommen. Seine jüngsten Auftritte machen jedoch Hoffnung, dass er Schritt für Schritt zu seiner alten Stärke zurückfindet. Gelingt ihm das, bekommt Hoffenheim nicht nur einen treffsicheren Stürmer zurück, sondern auch einen Angreifer, der seine Mitspieler in Szene setzen kann. Für die TSG wäre es beinahe wie ein Neuzugang im Herbst – und womöglich ein entscheidender Baustein, um wieder in die Erfolgsspur zu finden.
Bor. M’gladbach vs. TSG Hoffenheim: Die wichtigsten Infos zur Partie
- Begegnung: Borussia Mönchengladbach vs. TSG Hoffenheim
- Wettbewerb: Bundesliga
- Spieltag: 6
- Datum: 18. Oktober 2026
- Anstoß: 17:30 Uhr
- Ort: Ista-Borussia-Park (Mönchengladbach)
- Schiedsrichter: Sören Storks
- Übertragung: DAZN
Bundesliga 2026/27: Die aktuelle Tabelle
Bundesliga 2026/27
| Pl. | Verein | Sp. | S | U | N | Tore | Diff. | Pkt. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
Bayern
|
6 | 4 | 2 | 0 | 22:5 | 17 | 14 |
| 2 |
Dortmund
|
6 | 4 | 2 | 0 | 11:4 | 7 | 14 |
| 3 |
Freiburg
|
6 | 4 | 1 | 1 | 15:6 | 9 | 13 |
| 4 |
Leverkusen
|
6 | 4 | 1 | 1 | 16:9 | 7 | 13 |
| 5 |
Mainz
|
6 | 3 | 1 | 2 | 14:10 | 4 | 10 |
| 6 |
Elversberg
|
6 | 3 | 1 | 2 | 12:11 | 1 | 10 |
| 7 |
RB Leipzig
|
6 | 3 | 0 | 3 | 16:11 | 5 | 9 |
| 8 |
Bremen
|
6 | 2 | 3 | 1 | 12:12 | 0 | 9 |
| 9 |
HSV
|
6 | 3 | 0 | 3 | 6:15 | -9 | 9 |
| 10 |
Augsburg
|
6 | 2 | 2 | 2 | 16:12 | 4 | 8 |
| 11 |
Frankfurt
|
6 | 2 | 2 | 2 | 10:16 | -6 | 8 |
| 12 |
1. FC Köln
|
6 | 2 | 1 | 3 | 8:11 | -3 | 7 |
| 13 |
Stuttgart
|
6 | 2 | 0 | 4 | 8:10 | -2 | 6 |
| 14 |
Hoffenheim
|
6 | 2 | 0 | 4 | 11:14 | -3 | 6 |
| 15 |
Schalke
|
6 | 1 | 2 | 3 | 4:7 | -3 | 5 |
| 16 |
SC Paderborn
|
6 | 1 | 2 | 3 | 5:9 | -4 | 5 |
| 17 |
Union Berlin
|
6 | 1 | 2 | 3 | 5:17 | -12 | 5 |
| 18 |
M'gladbach
|
6 | 0 | 0 | 6 | 8:20 | -12 | 0 |
Datenquelle: football-data.org · Aktualisierung spätestens nach 15 Minuten
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