Was geschah eigentlich heute (21.10) im Jahr…

…1981?

Geburt von Nemanja Vidić: Ein Abwehrchef wird geboren

Im jugoslawischen Užice wird Nemanja Vidić geboren, der sich später zu einem der stärksten Innenverteidiger seiner Generation entwickeln sollte. Bei Manchester United bildete der Serbe gemeinsam mit Rio Ferdinand ein legendäres Abwehrduo und gewann unter anderem 2008 die Champions League sowie fünf englische Meisterschaften. Vidić war hauptsächlich für seine kompromisslose Zweikampfführung und seine Kopfballstärke bekannt.

Seine Karriere bei United war allerdings nicht frei von Rückschlägen. Wiederkehrende Verletzungen, darunter schwere Knieprobleme, warfen ihn zeitweise zurück. Dennoch kehrte er immer wieder in die Mannschaft zurück und wurde 2010 wurde zum Kapitän ernannt. In dieser Rolle führte er den Klub 2013 unter Ferguson zur 20. englischen Meisterschaft – dem letzten Ligatitel des langjährigen Erfolgstrainers. Nach acht erfolgreichen Jahren kündigte Vidić im Februar 2014 seinen Abschied zum Saisonende an. Er wollte sich einer neuen Herausforderung stellen und wechselte anschließend zu Inter Mailand, wo er im Januar 2016 seine lange erfolgreiche Karriere beendete.

…2001?

München entscheidet sich für eine neue Fußballheimat

Im Oktober 2001 stimmten die Münchner Bürger für den Bau eines neuen Fußballstadions im Norden der Stadt. 65,8 Prozent der Abstimmenden sprachen sich beim Bürgerentscheid für das Projekt in Fröttmaning aus. Damit war der Weg für die spätere Allianz Arena frei. Das neue Stadion versprach moderne Infrastruktur, eine außergewöhnliche Architektur und bessere Bedingungen für den Profifußball. Am 30. Mai 2005 wurde die Arena offiziell eröffnet. Seither werden in der Allianz Arena regelmäßig Endspiele auf nationaler und internationaler Ebene ausgetragen. Nach 2011/2012 und 2024/25, wird das Stadion in der Saison 2027/28 zum dritten Mal Austragungsort des Champions-League-Finals sein.

…2020?

Europapokal trotz Corona-Pandemie

Die europäischen Vereinswettbewerben wurden zum ersten Mal während einer Pandemie ausgetragen. Viele Partien fanden unter strengen Hygieneregeln und ohne oder mit stark begrenzter Zuschauerzahl statt. Auf dem Rasen lieferte der erste Spieltag der Champions-League-Gruppenphase dennoch reichlich Gesprächsstoff. Der FC Bayern München setzte mit einem 4:0 gegen Atlético Madrid ein Ausrufezeichen. Kingsley Coman traf doppelt, Leon Goretzka und Corentin Tolisso steuerten die weiteren Tore bei. Der Titelverteidiger präsentierte sich bereits zum Gruppenphasenauftakt in beeindruckender Form.

Für die größte Überraschung sorgte Schachtar Donezk. Die Ukrainer gewannen trotz zahlreicher Ausfälle mit 3:2 bei Real Madrid. Nach einer zwischenzeitlichen 3:0-Führung kämpfte sich Real zwar zurück, konnte die Niederlage aber nicht mehr verhindern. Auch Borussia Mönchengladbach überzeugte: Beim 2:2 gegen Inter Mailand verpasste die Borussia nur knapp den Auswärtssieg. Jonas Hofmann brachte die Gladbacher kurz vor Schluss in Führung, ehe Romelu Lukaku in der 90. Minute erneut für Inter traf. Der FC Liverpool gewann derweil mit 1:0 bei Ajax Amsterdam, während Manchester City einen 3:1-Erfolg gegen den FC Porto feierte.

…2023?

Bobby Charlton: Abschied von einem Weltmeister

Am 21. Oktober 2023 starb Sir Bobby Charlton im Alter von 86 Jahren. Der Weltmeister von 1966 prägte den englischen Fußball über Jahrzehnte und wurde insbesondere bei Manchester United zur Legende. Charlton überlebte die Flugzeugkatastrophe von München 1958, bei der acht seiner Mannschaftskameraden ums Leben kamen. Anschließend wurde er zu einer Schlüsselfigur des Wiederaufbaus von Manchester United. Zehn Jahre später gewann er mit dem Klub den Europapokal der Landesmeister und erzielte beim 4:1-Finalsieg gegen Benfica Lissabon zwei Tore.

Bei der Weltmeisterschaft 1966 führte er die Three Lions zum bislang einzigen WM-Titel des Landes. Im selben Jahr wurde er mit dem Ballon d’Or ausgezeichnet. Für seine Verdienste erhielt Charlton zahlreiche Ehrungen. 1994 wurde er von Königin Elizabeth II. zum Ritter geschlagen. In Deutschland erhielt er 2011 den Walther-Bensemann-Preis für sein Wirken im Fußball. Mit Charlton verlor der Fußball eine Persönlichkeit, die sportliche Weltklasse mit einer bewegenden Lebensgeschichte verband. Sein Name bleibt eng mit dem Wiederaufstieg von Manchester United und Englands WM-Triumph von 1966 verbunden.

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