Was geschah eigentlich heute (09.02.) im Jahr…

…1980?

Die Geburtsstunde eines Nationalhelden! Im griechischen Serres entdeckt der kleine Angelos Charisteas das Licht der Welt. Nur 24 Jahre später wird er Heldenstatus erreichen. Mit späten 17 Jahren startet Charisteas seine Profikarriere bei Aris Saloniki und bleibt seinem Stammverein bis ins Jahr 2002 treu. Dann zieht es den jungen Griechen in die Bundesliga. Charisteas unterschreibt bei Werder Bremen, beweist direkt Knipserqualitäten und kommt in seiner ersten Saison auf achtbare neun Saisontore.

Das beste Jahr seiner Karriere steht jedoch noch bevor. Charisteas fährt als Doublesieger mit Werder Bremen zur EM 2004 nach Portugal. Die griechische Nationalmannschaft mit ihrem deutschen Trainer Otto Rehhagel geht als krasser Außenseiter ins Turnier. Direkt im ersten Spiel gelingt die Sensation gegen Portugal (2:1). Nach einem Remis gegen Spanien und einer Niederlage gegen starke Russen übersteht Griechenland knapp die Vorrunde. Im Viertelfinale trifft man auf die schier übermächtigen Franzosen. Doch die haben die Rechnung ohne Trainerfuchs „Rehakles“ gemacht, den Namen „Charisteas“ kennen die Franzosen wohl nur vom Hörensagen.

Griechenland tritt gewohnt massiv im 5-4-1-System an, hinten dicht und vorne hilft der liebe Gott.

In diesem Fall heißt der Gott Charisteas, dessen Siegtreffer zum 1:0 die Sensation perfekt macht.

Im folgenden Halbfinale behalten die Griechen die Oberhand über Tschechien, gewinnen durch das Silver Goal von Traianos Dellas abermals mit 1:0. Nun kommt es zur Revanche gegen Portugal im Endspiel, Charisteas steht wie gewohnt in der Startelf von Rehhagel.

Die Portugiesen um ihren jungen Superstar Cristiano Ronaldo gehen als klarer Favorit in die Partie. Griechenland wehrt sich mit Händen und Füßen und hofft auf Standards. Und dann kommt sie – die 57. Spielminute – die Szene, die den jungen griechischen Angreifer zum Volkshelden machen wird. Ecke Basinas, Kopfball Charisteas, Tor Griechenland. Die Griechen schaffen es, den knappen Vorsprung über die Ziellinie zu bringen. Griechenland wird sensationell Europameister, Defensiven gewinnen nun mal Meisterschaften. Charisteas wechselt nach der Saison zu Ajax Amsterdam und heißt fortan nur noch „Euro-Harry“.

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