Beim 4:1-Sieg gegen RB Leipzig traf der Tscheche dreifach und bewies einmal mehr seine Wichtigkeit für die Werkself. Kurz vor Saisonende steht Schick bei 16 Toren in 26 Spielen, ligaweit trafen nur Deniz Undav und Harry Kane häufiger. Seit Wochen glänzt der 30-Jährige mit guten Leistungen und lässt die Leverkusener Fans weiter von der direkten Qualifikation für die Champions League träumen.
Schick kommt über Italien nach Deutschland
Die Karriere des Tschechen beginnt bei Sparta Prag, einem der größten und populärsten Vereine des Landes. Im April 2014 debütiert der damalige U19-Spieler für die Profimannschaft und gewinnt direkt in seiner ersten Saison das Double aus Meisterschaft und Pokal. Zur kommenden Saison wird Schick an den Ligakonkurrenten Bohemians Prag 1905 ausgeliehen, für den er als Stammspieler 27 Pflichtspiele absolviert.
In der Saison 2016/2017 zieht es den Angreifer nach Italien: Der italienische Erstligist Sampdoria Genua verpflichtet den Tschechen für eine Ablöse von rund 4 Millionen Euro. Schick überzeugt direkt in seiner ersten Saison und erzielt elf Treffer in der Serie A, schnell wird klar: Sampdoria Genua ist nur eine Durchgangsstation für den Tschechen auf seinem Weg zu europäischen Top-Clubs. Nach einem geplatzten Transfer zu Juventus Turin, zieht es Schick im Sommer 2017 zur AS Rom. Dort kann sich der Stürmer jedoch nie richtig durchsetzen, sodass die Roma ihn nach zwei Jahren zu RB Leipzig verleiht.
Unter Trainer Julian Nagelsmann verdrängt Schick den bisher gesetzten Yussuf Poulsen und hinterlässt erste Spuren in der Bundesliga. Auf dem Platz harmoniert er hervorragend mit Christopher Nkunku und Timo Werner, trifft in 22 Ligaspielen zehn Mal und schafft es mit den Leipzigern bis ins Halbfinale der Champions League. Der Verein möchte ihn nach der Saison fest verpflichten, zu einer Einigung mit der Roma kommt es jedoch nicht. Letztendlich bleibt der Tscheche trotzdem in der Bundesliga: Für 26,5 Millionen Euro wechselt der Angreifer zu Bayer Leverkusen. Seit seinem Wechsel kommt Schick auf 75 Tore in 145 Spielen für die Werkself, eine beeindruckende Quote wenn man bedenkt, dass der Tscheche immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte.
Der Spielstil des Angreifers ist Segen und Fluch zugleich
Patrik Schick gilt als klassischer Strafraumstürmer, der sich vorwiegend im und um den Sechzehner aufhält. Neben einem guten Kopfballspiel und einer feinen Technik, besticht der 30-Jährige vor allem durch seine hervorragenden Abschlussqualitäten. Diese Art von Spielern schien die Jahre über mehr und mehr verloren zu gehen. Viele Trainer setzten vorwiegend auf polyvalente Akteure, die in der Lage sind mehrere Positionen zu bekleiden. Unter Meistertrainer Xabi Alonso liebäugelte der Tscheche mehrmals mit einem Wechsel, da der Spanier sich häufig gegen Schick und für den athletischeren Victor Boniface entschied.
Mittlerweile ist der „klassische Neuner“ wieder in Mode gekommen, neben Schick gibt es europaweit gerade einmal eine Hand von Spielern, die auf dem allerhöchsten Niveau performen.
Bei Bayer Leverkusen kann sich Schick komplett auf seine Rolle als Torjäger fokussieren und agiert auf seiner Lieblingsposition im Sturmzentrum. Beliefert wird der Tscheche in der Regel durch die spielstarken Ibrahim Maza und Nathan Tella. Nach dem wichtigen Sieg gegen RB Leipzig kommt es nun zum Duell gegen den VfB Stuttgart: Bei einem Sieg würde die Werkself den vierten Tabellenplatz sichern und stünde vor Spieltag 34 kurz vor der Qualifikation für die Königsklasse.
Im August des vergangenen Jahres verlängerte der Tscheche seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2030.
Schick fühlt sich wohl in Leverkusen und die Fans lieben ihn – und doch sollte man niemals nie sagen. Nach der erfolgreichen WM-Qualifikation mit der tschechischen Nationalmannschaft, wird der 30-Jährige im Sommer beim Großturnier auflaufen. Regelmäßig spielen sich Profis bei den großen internationalen Turnieren ins Rampenlicht und ziehen die Aufmerksamkeit der europäischen Top-Vereine auf sich. Diese dürfte Schick ohnehin bereits geweckt haben.
Patrik Schick: Seine bisherigen Vereine
| Zeitraum | Verein |
|---|---|
| 2014 – 2016 | Sparta Prag |
| 2015 – 2016 | Bohemians Prag (Leihe) |
| 2016 – 2017 | Sampdoria Genua |
| 2017 – 2020 | AS Rom |
| 2019 – 2020 | RB Leipzig (Leihe) |
| seit 2020 | Bayer 04 Leverkusen |

