Nun herrscht endlich Klarheit: Manuel Neuer wird bei der anstehenden Weltmeisterschaft im Tor der deutschen Nationalmannschaft stehen. Am vergangenen Montag informierte Bundestrainer Julian Nagelsmann alle Beteiligten telefonisch. Oliver Baumann sicherte ihm zu, die Rolle hinter Neuer zu übernehmen. Im wohl schmerzhaftesten Moment seiner Karriere beweist Baumann Größe und stellt sich in den Dienst der Mannschaft.
Baumann bringt Stabilität in die Mannschaft und behauptet sich als Nummer 1
Lange ging ganz Fußball-Deutsschland davon aus, dass Oliver Baumann bei der WM im deutschen Tor steht. Durch konstant gute Leistungen in der Bundesliga, etablierte sich der 35-Jährige dauerhaft in der Nationalmannschaft. In der WM-Qualifikation hatte er großen Anteil daran, dass die deutsche Mannschaft die Gruppe letztendlich als Erster abschloss. Alle sechs Spiele absolvierte der Hoffenheimer über die volle Spielzeit, strahlte eine enorme Ruhe aus und hielt die Mannschaft mit seinen Paraden mehrfach im Spiel.
Seit dem Rücktritt von Manuel Neuer im Sommer 2024 war die Torwartposition vakant beim DFB.
Marc-André ter Stegen konnte die Erwartungen nie dauerhaft erfüllen und wurde oft durch Verletzungen ausgebremst. Noah Atubolu hat unter Nagelsmann bisher noch keine Chance bekommen. Auch Alexander Nübel konnte sich nicht dauerhaft in den Fokus spielen, wohingegen Jonas Urbig wohl die Zukunft gehört.
Alles lief also auf Baumann hinaus, ehe in den vergangenen Wochen eine neue Dynamik in die Angelegenheit kam.Immer wieder tauchte der Name Manuel Neuer in den Medien auf, es wurde vom „Rücktritt vom Rücktritt“ gesprochen. Der Bayern-Keeper dementierte dies in mehreren Interviews, lieferte jedoch regelmäßig Top-Leistungen ab, die mehr an den Neuer 2014 erinnerten. Sportlich scheint die Rückholaktion des fünfmaligen Welttorhüters nachvollziehbar, der Zeitpunkt und die Art und die Weise haben einen bitteren Beigeschmack.
Im Turnierverlauf wird Baumann eine wichtige Rolle einnehmen
Kurz vor dem Turnier Baumann zu degradieren, wirft kein gutes Licht auf Julian Nagelsmann und den gesamten DFB. Viel früher hätte man für klare Verhältnisse sorgen können, um ein derartiges Drama um den Hoffenheimer Schlussmann zu vermeiden. Ein jeder Fußballfan kann sich vorstellen, wie sich Baumann aktuell fühlen muss. Umso stärker nun die Reaktion des 35-Jährigen: Baumann möchte das Team im Sommer trotzdem unterstützen und fährt als Nummer zwei zur Weltmeisterschaft.
Seine Rolle in der Mannschaft kennt Baumann bereits. Bei der vergangenen Europameisterschaft 2024, bildete er zusammen mit Marc-André ter Stegen das Duo hinter Manuel Neuer. Im Sommer läuft es nun voraussichtlich auf das Trio Neuer, Baumann und Nübel hinaus. Die Position des Ersatzkeepers wird häufig unterschätzt, genießt jedoch mannschaftsintern einen hohen Stellenwert.
Gerade in puncto Trainingsqualität und Unterstützung von außen, spielen die Reservisten eine wichtige Rolle. Bestes Beispiel ist das Duo aus Jens Lehmann und Oliver Kahn bei der WM 2006, die sich gegenseitig zu Höchstleistungen antrieben.
Da Neuer in den vergangenen Jahren immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte, scheinen selbst Startelfeinsätze bei der WM für Baumann nicht ausgeschlossen. Auch wenn der Hoffenheimer gerne als Nummer eins zum Turnier gefahren wäre, erfüllt sich der 35-Jährige seinen Traum von einer Weltmeisterschaft und stellt sein Ego hinten an. DENGOATZ sagt Danke Oli, dass du dich für dein Land „opferst“!


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