Sportsfreund der Woche: Dominik Szoboszlai

Nicht jeder Held bleibt einer – und kaum ein Spiel hat das so brutal gezeigt wie dieser Abend von Dominik Szoboszlai.

Ein Freistoß wie aus dem Lehrbuch

Es läuft die 74. Spielminute im absoluten Topspiel der Premier League zwischen dem FC Liverpool und Manchester City. Szoboszlai legt sich den Ball aus rund 25 Metern zentraler Position zurecht. Drei Schritte Anlauf. Ein wuchtiger Außenristschuss. Der Ball schlägt unhaltbar im Tor ein.

1:0 für die Reds. Anfield explodiert.

Es ist die erlösende Führung in einer Partie, in der beide Mannschaften gewinnen müssen, um den Anschluss an die Tabellenspitze nicht zu verlieren. Und es ist nicht das erste Mal, dass Szoboszlai in dieser Saison aus ähnlicher Distanz zuschlägt. Bereits im Heimspiel gegen den FC Arsenal entschied er eine Partie mit einem direkten Freistoß aus vergleichbarer Position.

„Geschichte wiederholt sich“, heißt es so schön.

Die Partie kippt – City dreht auf

Die Schlussphase gehört fast ausschließlich Manchester City. Liverpool verteidigt tief, lauert auf Entlastung – doch der Druck wird größer.

Nur zehn Minuten nach dem Traumtor gleicht Bernardo Silva aus. Die Partie steht wieder auf Messers Schneide. Es folgen 14 Minuten Nachspielzeit, die an Dramaturgie kaum zu überbieten sind.

Haaland verwandelt einen Elfmeter zum 2:1 für City. Liverpool wirft alles nach vorne. Auch Torhüter Alisson rückt bei Standardsituationen mit auf.

Vom Matchwinner zur tragischen Figur

Die Gäste fahren einen letzten Konter, Cherki schickt auf Höhe der Mittellinie Haaland auf die Reise, der ins Sprintduell mit Szoboszlai geht. Der Ungar zieht den schnellen Stürmer am Trikot, um ihn am Torerfolg zu hindern – ohne Erfolg. Der Ball kullert zum 3:1 ins Liverpooler Gehäuse. Dann schaltet sich der VAR ein und nimmt den Treffer zurück. Schiedsrichter Pawson zeigt Szoboszlai die rote Karte und beendet das Spiel. Vom Helden zum Angeklagten in knapp dreißig Minuten.

Geschichte wiederholt sich eben doch nicht immer.

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