Der alljährliche Wahnsinn – die beste 2. Liga der Welt?

„Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie, was man kriegt“, heißt es in einem bekannten Filmzitat – eine Weisheit, die die wöchentlichen Geschehnisse der 2. Fußball-Bundesliga nicht treffender beschreiben könnte. Und doch gibt es Dinge, auf die sich der Zuschauer verlassen kann: volle Stadien, große Vereine und kuriose Ergebnisse. Weltweit lässt sich kaum eine derart attraktive zweithöchste Spielklasse finden.

Spannung im Auf- und Abstiegskampf

Tabellarisch gesehen ist auch in dieser Spielzeit Spannung bis zum letzten Spieltag zu erwarten. Zwischen Tabellenführer Darmstadt und dem Tabellenfünften Hannover 96 liegen gerade einmal drei Punkte. Der jährliche Wahnsinn im Kampf um den Aufstieg hat begonnen.

Im Tabellenkeller ein ähnliches Bild: Schlusslicht Fürth und Arminia Bielefeld auf Platz 11 trennen nur fünf Punkte. Die Ausgeglichenheit innerhalb der Liga spiegelt sich Woche für Woche auf dem Platz wider und sorgt regelmäßig für überraschende Ergebnisse.

Spektakel auf dem Platz

Vergangenes Wochenende gastierte Dynamo Dresden beim FC Schalke 04 in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen (2:2). Der Tabellenvorletzte reist mal eben mit etwa 6.000 Fans zum Tabellenführer und dreht beinahe einen 0:2-Rückstand (Endstand 2:2).

Beim Spiel zwischen der SpVgg Greuther Fürth und dem 1. FC Magdeburg fallen acht (!) Tore in Halbzeit eins. Magdeburg gewinnt die Partie nach einer 5:1-Führung am Ende knapp mit 5:4. Nur zwei Beispiele, die beweisen, dass die Liga eine hohe sportliche Brisanz besitzt.

Zuschauerboom und große Namen

Die Attraktivität zeigt sich auch in dieser Saison an den hohen Besucherzahlen. Durchschnittlich 28.628 Menschen unterstützen ihre Lieblingsvereine in den Stadien. Damit liegt die 2. Fußball-Bundesliga noch vor der Ligue 1 (27.180) und nur knapp hinter der Serie A (30.290) beziehungsweise La Liga (31.082). Die zweite Liga boomt – und das nicht erst seit dieser Saison.

Auch in den kommenden Jahren wird sie weiterhin die Massen begeistern, was unter anderem an spektakulären Transfers von Spielern wie Edin Džeko (Schalke) oder Mërgim Berisha (Kaiserslautern) liegt. Große Vereine ziehen auch künftig gestandene Spieler an, während „kleinere“ Klubs trotz finanzieller Nachteile immer wieder für Überraschungen sorgen. Bestes Beispiel dafür ist die SV Elversberg, die letzte Saison nur denkbar knapp den Aufstieg in die Bundesliga verpasste und auch in diesem Jahr wieder für Furore sorgt.

2. Bundesliga 2025/26: Die Tabelle vor dem 22. Spieltag

Pl. Team Sp. S U N Tore Diff. Punkte
1SV Darmstadt 9821118240:221841
2FC Schalke 0421124526:161040
3SC Paderborn 0721123633:24939
4SV Elversberg21115537:231438
5Hannover 9621115538:281038
6Hertha BSC2197528:20834
71. FC Kaiserslautern2194835:31431
8VfL Bochum2176830:27327
9Karlsruher SC2176830:37-727
101. FC Nürnberg2175924:30-626
11Arminia Bielefeld2166933:30324
12Holstein Kiel2166926:29-324
13Fortuna Düsseldorf21731120:31-1124
14Eintracht Braunschweig21731123:35-1224
151. FC Magdeburg21721231:37-623
16Preußen Münster2157925:32-722
17Dynamo Dresden21561031:38-721
18SpVgg Greuther Fürth21541232:52-2019

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