…2006?
Der VfB Stuttgart trifft im heimischen Gottlieb-Daimler-Stadion im UEFA-Cup-Hinspiel der Runde der letzten 32 auf den englischen Vertreter FC Middlesbrough. Die Gäste aus England belegen in der Premier League einen enttäuschenden 16. Platz, sind jedoch international bis dato noch ungeschlagen. VfB Trainer Armin Veh setzt in seinem internationalen Debüt als Cheftrainer auf ein klassisches 4-4-2 System. Im Vergleich zum letzten Pflichtspiel gibt es zwei Änderungen: Gerber erhält den Vorzug vor Magnin, Stranzl kommt für den angeschlagenen Hinkel.
„Wer vorne nicht trifft, kriegt sie hinten rein“
Der VfB startet gut in die Partie und hat bereits nach drei Minuten die erste dicke Torchance durch Daniel Ljuboja, der am glänzend parierenden Mark Schwarzer scheitert. Die Gäste kommen zu Beginn überhaupt nicht in die Begegnung, sodass der Führungstreffer für die Hausherren nur eine Frage der Zeit zu sein scheint. Gerade über die rechte Seite kommt der VfB immer wieder zu guten Tormöglichkeiten, doch sowohl Tomasson (16.) als auch Ljuboja (19.) verpassen nur um Haaresbreite. Es kommt wie es kommen muss: Meira sucht Hitzlsperger per Diagonalball, findet jedoch nur den Rücken Boatengs, von wo der Ball zu Altstar Jimmy Floid Hasselbaink springt, der abgezockt gegen Timo Hildebrand zur 0:1 Pausenführung einschiebt.
Enttäuschende zweite Halbzeit, clevere Gäste
Armin Veh reagiert zur Halbzeit und bringt den etwas offensiver ausgerichteten Beck für Stranzl.

Doch unmittelbar nach dem Wiederanpfiff folgt die kalte Dusche. Der starke Boateng tankt sich über die rechte Seite durch und findet Stuart Parnaby, der aus fünf Metern zum 0:2 für die Gäste trifft. Mit der Führung im Rücken bauen die Boros einen massiven Verteidigungsriegel auf, an dem sich der VfB fortan die Zähne ausbeißt. Zu undurchdacht sind die Angriffe der Schwaben, das Mittelfeld liefert kaum Impulse nach vorne. Die Gäste bleiben weiterhin brandgefährlich und kommen beinahe zum dritten Treffer, doch Hildebrand pariert gegen Hasselbaink (60.).
Mit der Einwechslung von Mario Gomez verschiebt sich das Spiel wieder mehr in Richtung Gästetor, mehr als der Anschlusstreffer durch Ljuboja per direktem Freistoß will an diesem Abend jedoch nicht mehr herausspringen.
Im Rückspiel in England gelingt dem VfB ein 1:0 Sieg, der jedoch aufgrund der Auswärtstorregel nicht zum Weiterkommen reicht. Während die schwäbische internationale Reise also früh zu Ende geht, spielt der FC Middlesbrough eine der besten Saisons der Vereinsgeschichte. Nach Erfolgen gegen den AS Rom, den FC Basel und Steaua Bukarest ziehen die Engländer sensationell ins Finale ein, wo sie dem übermächtigen FC Sevilla unterliegen (0:4).
Aufstellungen
– VfB Stuttgart
Hildebrand – Stranzl (Beck, 46.), Meira, Delpierre, Gerber – Grönkjaer, Soldo, Meißner (Gentner, 78.), Hitzlsperger (Gomez, 63.) – Ljuboja, Tomasson
– FC Middlesbrough
Schwarzer – Davies, Riggott, Southgate, Pogatetz – Doriva – Parnaby, Boateng (Kennedy, 79.), Rochemback, Downing (A. Johnson, 71.) – Hasselbaink (Yakubu, 82.)
Tore:
0:1 Hasselbaink (20.)
0:2 Parnaby (46.)
1:2 Ljuboja (86.)


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