Bei Borussia Dortmund stehen in den kommenden Jahren wichtige Personalentscheidungen an. Mehrere Verträge laufen aus – zunächst im Sommer 2026, kurz darauf folgt bereits die nächste Welle im Jahr 2027. Für den BVB geht es dabei nicht nur um einzelne Spieler, sondern um die grundsätzliche Ausrichtung des Kaders.
DENGOATZ ist grundsätzlich immer auf Seiten der Spieler. Gleichzeitig gehört zur Realität des Profifußballs auch, dass Vereine Entscheidungen treffen müssen, die sportlich und wirtschaftlich sinnvoll sind. Gerade Borussia Dortmund steht nun vor genau solchen Entscheidungen.
Vier Verträge laufen im Sommer 2026 aus
Im Sommer 2026 enden die Verträge von Julian Brandt, Emre Can, Niklas Süle und Salih Özcan. Vier Spieler, die beim BVB in den vergangenen Jahren unterschiedliche Rollen eingenommen haben – vom Kapitän über Stammspieler bis hin zum Rotationsspieler.
Für Borussia Dortmund stellt sich deshalb eine zentrale Frage: Mit welchen Spielern will der Verein in die Zukunft gehen – und bei welchen Personalien ist ein Neuanfang sinnvoller?
Gerade weil der BVB wirtschaftlich nicht mit den absoluten Topklubs Europas mithalten kann, müssen Vertragsentscheidungen besonders sorgfältig getroffen werden. Jeder Vertrag bindet Gehalt und blockiert potenziell einen Kaderplatz. Umso wichtiger ist es, die richtigen Schlüsse aus den vergangenen Jahren zu ziehen.
Julian Brandt – unterschätzt oder wirklich kein Spieler für die großen Spiele?
Julian Brandt gehört seit Jahren zu den kreativsten Offensivspielern im Dortmunder Kader. Mit seiner Spielübersicht, seinen Pässen und seinen Torbeteiligungen prägt er das Offensivspiel des BVB immer wieder. Trotzdem hält sich hartnäckig ein Vorwurf: Brandt tauche in großen Spielen zu oft unter.
Ganz so einfach ist diese Kritik allerdings nicht. Brandt ist ein Spielmacher, der stark vom gesamten Offensivspiel seiner Mannschaft abhängig ist. Wenn das Team insgesamt Probleme hat, wirkt sich das automatisch auch auf seine Leistung aus.
Der BVB muss daher entscheiden, welche Rolle Brandt in der Zukunft spielen soll. Bleibt er ein zentraler Baustein der Offensive – oder will der Klub das kreative Zentrum der Mannschaft neu aufstellen?
DENGOATZ meint: Einen Julian Brandt ablösefrei zu verlieren wäre für den BVB ärgerlich. Gleichzeitig könnte ein möglicher Abschied auch eine Chance für einen Neuanfang auf beiden Seiten sein.
Emre Can – Kapitän und Führungsspieler
Emre Can ist eine besondere Personalie. Als Kapitän übernimmt er Verantwortung, auf und neben dem Platz. Spieler mit dieser Mentalität sind für jede Mannschaft wertvoll.
Als er sich in der Partie gegen den FC Bayern München das Kreuzband gerissen hatte, spielte er noch einige Minuten weiter und opferte sich für sein Team. Ein solcher Einsatz ist im heutigen Profifußball keineswegs selbstverständlich.
Sportlich stellt sich jedoch eine entscheidende Frage: Wie geht es nach seiner schweren Verletzung weiter? Bereits vor seinem Kreuzbandriss fehlte Can häufiger wegen Verletzungen.
In dieser Saison kommt er bislang lediglich auf neun Bundesliga-Einsätze. Mit DFB-Pokal und Champions League kommt der ehemalige deutsche Nationalspieler aktuell auf 16 von möglichen 37 Spielen – also gerade einmal 43 Prozent. Und das ist der Stand vor dem 25. Spieltag. Rechnet man die Saison hoch, käme Emre Can am Ende sogar nur auf rund 34 Prozent aller möglichen Spiele, in denen er eingesetzt werden konnte.
DENGOATZ meint: Der BVB sollte Can einen stark leistungsbezogenen Vertrag anbieten. Nach der schweren Verletzung wäre das bereits ein schöner Move für einen verdienten BVB-Spieler. Sollte Emre Can das nicht wollen, kann der Verein sich nichts vorwerfen. Sinnlos Millionen aus dem Fenster zu werfen für einen renommierten Spieler kann sich der BVB allerdings nicht leisten.
Niklas Süle – viel Potenzial, aber nie konstant
Als Niklas Süle 2022 ablösefrei vom FC Bayern nach Dortmund wechselte, war die Erwartungshaltung groß. Ein deutscher Nationalspieler, körperlich dominant und mit viel Erfahrung auf höchstem Niveau. Doch so richtig angekommen ist Süle beim BVB nie.
Immer wieder zeigte er starke Spiele, doch die Konstanz fehlte. Verletzungen und Formschwankungen verhinderten, dass er dauerhaft zu der stabilen Abwehrsäule wurde, die man sich in Dortmund erhofft hatte.
Dazu kommt sein sehr hohes Gehalt. Niklas Süle ist mit rund zehn Millionen Euro Jahresgehalt der Top-Verdiener bei Borussia Dortmund. Für magere zehn Einsätze (Stand 5. März) bedeutet das rechnerisch rund eine Million Euro pro Einsatz.
Süle-Berater Volker Struth betonte zuletzt, dass Süle in seinen Augen weiterhin das Potenzial habe, „der beste deutsche Innenverteidiger“ zu sein. Die meisten haben solche Aussagen jedoch längst durchschaut: Kaum geht es um einen neuen Vertrag, wird der Spieler wieder besonders positiv dargestellt – trotz langer Zeit ohne konstante Leistung.
DENGOATZ meint: Hier wird die Entscheidung vermutlich nicht schwer fallen. Der BVB wird sich über das große Geld freuen, das durch einen Abschied von Niklas Süle eingespart werden könnte. Wir hoffen trotzdem, dass Süle einen passenden Verein findet und zu alter Stärke zurückkehrt.
Salih Özcan – ein ehrlicher Arbeiter ohne echte Perspektive
Salih Özcan kam 2022 vom 1. FC Köln nach Dortmund. Der türkische Nationalspieler sollte Stabilität ins defensive Mittelfeld bringen und eine robuste Alternative im Zentrum sein.
In seinen Jahren beim BVB war Özcan ein verlässlicher Kaderspieler, der immer dann einsprang, wenn er gebraucht wurde. Gleichzeitig gelang es ihm jedoch nie, sich dauerhaft durchzusetzen.
DENGOATZ meint: Genau deshalb könnte für beide Seiten ein Abschied im Sommer die sinnvollste Lösung sein. Für den BVB würde ein Kaderplatz frei werden, während Özcan bei einem neuen Verein möglicherweise wieder eine deutlich größere Rolle übernehmen könnte.
Auch 2027 stehen wichtige Entscheidungen an
Selbst wenn der BVB im Sommer 2026 klare Entscheidungen trifft, endet die Vertragsfrage damit nicht. Bereits ein Jahr später laufen weitere Verträge aus. Betroffen sind Karim Adeyemi, Marcel Sabitzer, Ramy Bensebaini, Nico Schlotterbeck und Luca Reggiani.
Die kommenden Jahre werden für Borussia Dortmund in personeller Hinsicht entscheidend. Mehrere Verträge laufen aus, gleichzeitig muss der Klub den Kader weiterentwickeln und auf höchstem Niveau konkurrenzfähig bleiben.
Dabei wird es auch Entscheidungen geben müssen, die für einzelne Spieler hart sein können. Doch genau solche Entscheidungen gehören zum modernen Profifußball. Für den BVB geht es jetzt darum, die richtigen Weichen zu stellen – für die Mannschaft der kommenden Jahre.
Was meint ihr? Mit wem sollte Borussia Dortmund schleunigst noch verlängern? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!


[…] BVB vor schwierigen Vertragsentscheidungen: Der Klub muss wichtige Weichen stellen […]
[…] BVB vor schwierigen Vertragsentscheidungen – Der Klub muss wichtige Weichen stellen […]
[…] BVB vor schwierigen Vertragsentscheidungen – Der Klub muss wichtige Weichen stellen […]