…2022?
Eintracht Frankfurt gewinnt die Europa League durch einen 5:4 Sieg nach Elfmeterschießen gegen die Glasgow Rangers. In einem nervenaufreibenden Spiel ringen die Frankfurter starke Schotten nieder und krönen ihre historische Europapokalsaison. Es ist der zweite internationale Titel in der Geschichte der Eintracht nach dem Sieg im UEFA-Pokal 1980.
Beide Mannschaften begegnen sich auf Augenhöhe
Frankfurt startet gut in die Begegnung und kommt bereits in der Anfangsphase zur ersten guten Gelegenheit: Nach einem strammen Schuss aus vierzehn Metern scheitert Knauff am glänzend reagierenden McGregor (20.). Die Rangers kommen nach und nach besser in die Partie, ohne jedoch zwingend gefährlich zu werden. Abgesehen von einer Halbchance durch Aribo (26.), finden die Schotten keine Wege der Eintracht gefährlich zu werden.
Auch im zweiten Abschnitt erwischt die Eintracht den besseren Start, doch Lindstrøm versagen die Nerven vor dem Tor (49.). In der 57. Spielminute dann der Schockmoment für die Frankfurter: Nach einem langen Ball verlängert Sow den Ball unfreiwillig in den Lauf von Aribo, der Tuta abschüttelt und frei vor dem Tor an Kevin Trapp vorbei zum 0:1 einschiebt. In der Folge erhöht die Eintracht den Druck und drängt auf den Ausgleich. Kamada taucht frei vor dem gegnerischen Tor auf, doch lupft den Ball über das Gehäuse (67.). Kurze Zeit später dann doch der Ausgleich: Nach einer präzisen Flanke von Kostic, drückt Borré den Ball zum 1:1 über die Linie. Fortan scheuen beide Teams das Risiko und konzentrieren sich auf die Defensive, die Verlängerung muss entscheiden.
Die Frankfurter gewinnen den Titel nach einem Abnutzungskampf
Beide Mannschaften haben mehr und mehr mit den hohen Temperaturen zu kämpfen. Im Estadio Ramón Sánchez Pizjuán, der Heimatstätte des FC Sevilla, herrschen noch immer 30 Grad.
Die Verlängerung ist geprägt von vielen kleinen Verletzungsunterbrechungen und Krämpfen, Fußball gespielt wird nur noch wenig. Während die Eintracht in den gesamten dreißig Minuten offensiv harmlos bleibt, haben die Rangers kurz vor Ende die große Chance auf den Siegtreffer: Ryan Kent schafft es jedoch nicht den Ball aus kürzester Entfernung über die Linie zu drücken und scheitert am überragenden Trapp (119.).
Nach 120 Minuten pfeift der Unparteiische Slavko Vincic die Partie ab, der Gewinner wird im Elfmeterschießen entschieden. Die Rangers gewinnen die Seitenwahl und entscheiden sich auf das Tor vor der eigenen Fankurve zu schießen. Die ersten drei Schützen auf beiden Seiten verwandeln souverän, dann pariert Trapp den Elfmeter von Routinier Ramsey. Nach den erfolgreichen Strafstößen von Kostic und Roofe, ist es Rafel Borré vorbehalten die Eintracht zum Titel zu schießen. Der Kolumbianer läuft an und hämmert das Ding ins linke obere Toreck. Die Eintracht hat es geschafft: Oliver Glasner und seine Frankfurter gewinnen sensationell die Europa League 2021/22.
Aufstellungen:
Eintracht Frankfurt:
Trapp – Tuta (Hasebe, 58.), Touré, N´Dicka (Lenz, 100.) – Knauff, Sow (Hrustic, 106.), Rode (Jakic, 90.), Kostic – Lindstrøm (Hauge, 70.), Kamada – Borré
Glasgow Rangers:
McGregor – Tavernier, Goldson, Bassey, Barisic (Roofe, 117.) – Jack (Davis, 74.), Lundstram – Kent, Wright (Sakala, 74. (Ramsey, 117.)), Kamara (Arfield, 91.) – Aribo (Sands, 91.)
Tore:
0:1 Aribo (57.)
1:1 Borré (69.)
Elfmeterschießen:
0:1 Tavernier
1:1 Lenz
1:2 Davis
2:2 Hrustic
2:3 Arfield
3:3 Kamada
(Trapp hält gegen Ramsey)
4:3 Kostic
4:4 Roofe
5:4 Borré


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