Seit genau vierzig (!) Jahren machen Celtic Glasgow und die Glasgow Rangers die schottische Meisterschaft unter sich aus. In der Saison 1984/85 holte sich der FC Aberdeen den Titel, seither dominieren die beiden größten Vereine Schottlands nach Belieben. Diese Saison könnte der Heart of Midlothian FC jedoch für die große Sensation sorgen: Zwei Spiele vor Saisonende führt der Verein aus Edinburgh die Tabelle der schottischen Premier League an und steht kurz davor, Geschichte zu schreiben.
Der schottische Meister wird in der Championship-Gruppe entschieden
Die schottische Liga besteht aus zwölf Vereinen, die drei mal pro Saison gegeneinander spielen.
Nach 33 Spielen wird die Liga aufgeteilt: Die oberen Sechs ermitteln den schottischen Meister, die unteren sechs Vereine spielen gegen den Abstieg. In beiden Gruppen spielen alle Mannschaften je einmal gegeneinander, sodass jeder Verein auf insgesamt 38 Saisonspiele kommt.
Heart of Midlothian schloss die diesjährige Hauptrunde auf dem ersten Tabellenplatz ab und liegt nach nun mehr drei absolvierten Partien in der sog. Championship-Gruppe immer noch an der Tabellenspitze. Nach Siegen gegen den FC Hibernian und die Glasgow Rangers, kamen die Hearts am vergangenen Spieltag nur zu einem 1:1 beim FC Motherwell. Nun wartet mit dem FC Falkirk der auf dem Papier leichteste Gegner, ehe es am letzten Spieltag gegen Rekordmeister Celtic wohl zum alles entscheidenden Duell um die Meisterschaft kommen wird.
Die Hearts spielen eine herausragende Saison und stehen kurz vor der ersten Meisterschaft seit 1960. Um den beiden großen Vereinen aus Glasgow bis zum Ende Paroli bieten zu können, darf man sich während der Saison – gerade gegen die „kleinere“ Vereine – kaum einen Ausrutscher erlauben. Im Falle einer Niederlage von Celtic gegen den FC Motherwell, könnten die Hearts bei einem Sieg gegen Falkirk bereits am morgigen Mittwoch schottischer Meister werden.
Der Titel wäre die Krönung der vergangenen erfolgreichen Jahre
Seit dem Aufstieg im Jahr 2021, hat sich Heart of Midlothian mehr und mehr zur drittstärksten Mannschaft in Schottland entwickelt. In vier der fünf Spielzeiten erreichte man mindestens den vierten Platz nach der Hauptrunde und qualifizierte sich so für die Championship-Gruppe.
Auch international nahm der Verein in den vergangenen Jahren regelmäßig an europäischen Wettbewerben teil. In der Saison 2022/23 scheiterte man in den Europa-League-Playoffs am FC Zürich und musste folglich in die Conference League ausweichen. Dort erreichte das Teams aus Edinburgh einen beachtlichen dritten Platz in der Gruppenphase hinter dem AC Florenz und Istanbul Başakşehir FK.
In der Saison 2023/24 verpasste man die Qualifikation zur Conference League nur knapp: In der entscheidenden Runde der Playoffs, zog man gegen Paok Thessaloniki den Kürzeren. Im Jahr darauf konnte man sich für den Wettbewerb qualifizieren, schied jedoch bereits in der Vorrunde aus. Dort unterlag man u.a. dem 1. FC Heidenheim im heimischen Stadion mit 0:2.
Auch wenn der letzte Vereinstitel der Hearts – abgesehen von der Zweitliga-Meisterschaft 2021 – bereits fast fünfzehn Jahre zurück liegt, befindet sich der Club auf einem hervorragenden Weg.
Der Gewinn der Meisterschaft in diesem Jahr, käme einer Zäsur im schottischen Fußball gleich und würde Heart of Midlothian weiterhin den Weg ebnen, sich kontinuierlich als dritte Kraft im schottischen Fußball zu festigen.
Deutsche Akteure sind ebenfalls im schottischen Meisterkampf involviert
Seit dieser Saison läuft der ehemalige Bundesliga-Keeper Alexander Schwolow für die Hearts auf. Vor der Saison investierte der Club die vereinseigene Rekordsumme von 5 Millionen Euro für Neuzugänge und verpflichtete u.a. den deutschen Torwart, der bei Union Berlin kaum noch zum Zug kam. Ein Transfer, der sich für die Schotten bisher als absoluter Glücksgriff herausstellt: Schwolow absolvierte bereits 30 Ligaspiele und kassierte ligaweit die wenigsten Gegentore (31).
Auch Danny Röhl, der ehemalige Assistent von Ex-Nationaltrainer Hansi Flick, war bis vor kurzem noch heiß im Titelrennen. Im Oktober 2025 übernahm der gebürtige Zwickauer bei den Glasgow Rangers, brachte Stabilität in die Mannschaft und verlor nur eine der ersten 25 Partien. Durch drei Niederlagen aus den vergangenen drei Begegnungen, ist der Meisterschaftszug für die Rangers jedoch abgefahren. Mit einem Sieg am vergangenen Sonntag gegen Erzrivale Celtic hätten die Blau-Weißen noch einmal ins Titelrennen eingreifen können, verloren das Old Firm jedoch mit 1:3.
Scottish Premiership – Meisterrunde: Die aktuelle Tabelle
| Pl. | Team | Sp. | S | U | N | Tore | Diff. | Punkte |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Heart of Midlothian | 36 | 23 | 8 | 5 | 63:31 | +32 | 77 |
| 2 | Celtic Glasgow | 36 | 24 | 4 | 8 | 67:38 | +29 | 76 |
| 3 | Glasgow Rangers | 36 | 19 | 12 | 5 | 70:39 | +31 | 69 |
| 4 | FC Motherwell | 36 | 15 | 13 | 8 | 56:33 | +23 | 58 |
| 5 | Hibernian Edinburgh | 36 | 14 | 12 | 10 | 56:42 | +14 | 54 |
| 6 | FC Falkirk | 36 | 14 | 7 | 15 | 48:54 | -6 | 49 |
Scottish Premiership – Meisterrunde: Der 37. Spieltag im Überblick
| Mittwoch, 13.05.2026 | |||
|---|---|---|---|
| Heim | Zeit | Auswärts | Info |
| Heart of Midlothian | 21:00 | FC Falkirk | Spielinfo |
| FC Motherwell | 21:00 | Celtic Glasgow | Spielinfo |
| Glasgow Rangers | 21:00 | Hibernian Edinburgh | Spielinfo |
Scottish Premiership – Meisterrunde: Der 38. Spieltag im Überblick
| Samstag, 16.05.2026 | |||
|---|---|---|---|
| Heim | Zeit | Auswärts | Info |
| Celtic Glasgow | 13:30 | Heart of Midlothian | Spielinfo |
| FC Falkirk | 13:30 | Glasgow Rangers | Spielinfo |
| Hibernian Edinburgh | 13:30 | FC Motherwell | Spielinfo |


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