WM 2026 Gruppe A im Check: Mexiko, Tschechien, Südkorea und Südafrika

Gruppe A der WM 2026 verspricht Spannung bis zum letzten Spieltag. Mit Mexiko, Südafrika, Südkorea und Tschechien treffen vier Nationen aufeinander, die regelmäßig auf der internationalen Bühne vertreten sind, aber nicht zum engsten Favoritenkreis gehören. Wer hat die besten Chancen aufs Weiterkommen?

DENGOATZ nimmt alle Teams unter die Lupe.

Mexiko

So hat sich Mexiko qualifiziert

Mexiko gehört zu einem der drei Austragungsländern und ist daher automatisch fürs Turnier qualifiziert gewesen und musste keine Quali-Runde spielen.

Starspieler

Mexiko kam in der Vergangenheit meist über das Teamgefüge und die Leidenschaft, die die Mannschaft auf den Platz bringt. Das dürfte auch bei der Weltmeisterschaft 2026 wieder der Schlüssel zum Erfolg sein. Dennoch sticht mit Edson Álvarez ein Spieler besonders heraus. Der defensive Mittelfeldspieler steht bei West Ham United unter Vertrag, war in der vergangenen Saison jedoch an Fenerbahce Istanbul ausgeliehen. Die Türken verfügen über eine Kaufoption in Höhe von 22 Millionen Euro, sollen diese nach aktuellen Berichten allerdings nicht ziehen wollen.

Vor knapp drei Jahren überwies West Ham noch rund 38 Millionen Euro an Ajax Amsterdam für den mexikanischen Nationalspieler. In der Süper Lig kam Álvarez lediglich auf zwölf Einsätze. Für Mexiko wird entscheidend sein, dass der 28-Jährige rechtzeitig zur WM wieder seine Bestform erreicht. Als Führungsspieler im Mittelfeld nimmt er eine zentrale Rolle im Team von Javier Aguirre ein.

Trainer

Javier Aguirre

  • 67 Jahre
  • Seit 23. Juli 2024 im Amt

Für Javier Aguirre ist es bereits die dritte Amtszeit an der Seitenlinie der mexikanischen Nationalmannschaft. Bereits von Juli 2001 bis Juni 2002 sowie von April 2009 bis Juni 2010 betreute er die „El Tricolor“.

Zwischen seinen Engagements bei Mexiko sammelte Aguirre reichlich internationale Erfahrung. Er trainierte unter anderem Vereine wie Real Saragossa, Espanyol Barcelona und RCD Mallorca. Darüber hinaus stand er auch bei den Nationalteams von Japan und Ägypten an der Seitenlinie.

Am erfolgreichsten war der 67-Jährige jedoch stets mit seinem Heimatland. In allen drei Amtszeiten erreichte Aguirre einen Punkteschnitt von mehr als zwei Zählern pro Spiel. Mit seiner Erfahrung soll er Mexiko bei der Heim-WM 2026 möglichst weit durch das Turnier führen.

DENGOATZ-Rating

Kategorie Punkte
Kaderqualität 6/10
Offensive 6/10
Defensive 5/10
Erfahrung 5,5/10
Form 8/10
Trainer 7,5/10
Gesamt 38/60

Südkorea

So hat sich Südkorea qualifiziert

Südkorea qualifizierte sich als einer der Gruppensieger der asiatischen WM-Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2026. In zehn Spielen sammelten die Südkoreaner 22 Punkte und erzielten eine Tordifferenz von +13. Damit ließen sie Jordanien, den Irak, Oman, Palästina und Kuwait hinter sich und sicherten sich souverän das WM-Ticket.

Starspieler

Seit Jahren ist Heung-min Son der bekannteste Spieler im Kader Südkoreas. Beim Hamburger SV durchlief der Offensivspieler sämtliche Jugendmannschaften und schaffte schließlich den Sprung zu den Profis. Im Jahr 2013 wechselte Son für rund 12,5 Millionen Euro zu Bayer 04 Leverkusen. Zwei Jahre später folgte der Transfer zu Tottenham Hotspur, das rund 30 Millionen Euro für den Südkoreaner bezahlte.

In London entwickelte sich Son über zehn Jahre hinweg zu einem der Publikumslieblinge und prägte eine erfolgreiche Ära des Vereins. Seit Sommer 2025 steht der Offensivspieler bei Los Angeles FC in der MLS unter Vertrag. Dort überzeugt er vor allem als Vorlagengeber. In bislang 21 Pflichtspielen bereitete Son 16 Treffer vor und erzielte zudem zwei eigene Tore.

Außerdem ist der Münchner Min-jae Kim im Kader von Südkorea. Der Bayern-Innenverteidiger ist mit 20 Millionen Euro Marktwert der teuerste Spieler des Landes. Beim deutschen Rekordmeister musste sich Kim in der letzten Saison mit der Rolle als Rotationsspieler zufrieden geben. Für Südkorea ist er im Defensivverbund unverzichtbar.

Trainer

Myung-bo Hong

  • 57 Jahre
  • Seit 08. Juli 2024 im Amt

Auch Myung-bo Hong war bereits in der Vergangenheit Nationaltrainer Südkoreas. Von Juni 2013 bis Juli 2014 betreute er die Auswahl seines Heimatlandes. Nach 19 Spielen und einem Punkteschnitt von lediglich 1,0 Punkten pro Partie entschieden sich die Verantwortlichen damals für einen Wechsel auf der Trainerposition.

Nach einer erfolgreichen Zeit bei Ulsan Hyundai, die er zwischen 2020 und 2024 betreute, erhielt Hong gut zehn Jahre später eine zweite Chance als Nationaltrainer. Diese nutzt er bislang eindrucksvoll. Seit seiner Rückkehr spielt Südkorea erfolgreichen Fußball und kommt auf einen starken Punkteschnitt von 2,04 Punkten pro Spiel.

DENGOATZ-Rating

Kategorie Punkte
Kaderqualität 4,5/10
Offensive 6,5/10
Defensive 4,5/10
Erfahrung 5/10
Form 7/10
Trainer 7/10
Gesamt 34,5/60

Tschechien

So hat sich Tschechien qualifiziert

Tschechien spielte in der europäischen WM-Qualifikation in Gruppe L und belegte dort mit 16 Punkten aus acht Spielen den zweiten Platz hinter Kroatien. Dadurch mussten die Tschechen den Umweg über die Playoffs nehmen.

Dort bewiesen sie starke Nerven. Gegen Irland setzte sich Tschechien nach Elfmeterschießen mit 4:3 durch, ehe im entscheidenden Playoff-Finale auch Dänemark mit 3:1 im Elfmeterschießen bezwungen wurde. Die Tschechen lösten damit ihr Ticket für die Weltmeisterschaft 2026 – und bewiesen gleichzeitig, dass sie vom Punkt nur schwer zu schlagen sind.

Starspieler

Mit Patrik Schick verfügt Tschechien über einen der gefährlichsten Stürmer Europas. Im Jahr 2020 wechselte der Angreifer für 26,5 Millionen Euro von der AS Rom zu Bayer Leverkusen und entwickelte sich dort zu einem der besten Torjäger der Bundesliga.

In der Saison 2025/26 erzielte Schick in 28 Bundesligaspielen 16 Tore und bereitete drei weitere Treffer vor. Hinzu kamen vier Tore und eine Vorlage in neun Champions-League-Partien sowie zwei Treffer im DFB-Pokal. Vor allem in der Schlussphase der Saison präsentierte sich der Nationalspieler in starker Form und hielt die Hoffnungen von Bayer Leverkusen auf die erneute Qualifikation für die Champions League lange am Leben. Am Ende reichte es jedoch nur für Platz sechs und die Europa League.

Für Tschechien könnte ein formstarker Patrik Schick bei der WM 2026 zum entscheidenden Faktor werden.

Unterstützung erhält Schick unter anderem von Vladimir Coufal. Der Rechtsverteidiger wechselte im Sommer 2025 von West Ham United zur TSG Hoffenheim und gehörte in der vergangenen Saison zu den auffälligsten Außenverteidigern der Bundesliga. Mit neun Torvorlagen und einem eigenen Treffer überzeugte der 33-Jährige vor allem offensiv. Kann Coufal seine starke Vereinsform auch auf die Weltmeisterschaft übertragen, dürfte er zu den wichtigsten Spielern der Tschechen gehören.

Trainer

Miroslav Koubek

  • 74 Jahre
  • Seit 19. Dezember 2025 im Amt

Miroslav Koubek gehört zu den erfahrensten Trainern des tschechischen Fußballs. Mit Viktoria Pilsen und Slavia Prag trainierte er bereits zwei der größten Vereine des Landes und sammelte dabei zahlreiche nationale Erfolge.

Im Dezember 2025 übernahm er die Nationalmannschaft als Nachfolger von Jaroslav Köstl. Der Start verlief perfekt: Die ersten vier Spiele unter seiner Leitung konnte Tschechien allesamt gewinnen.

Bereits zwischen August 2016 und September 2018 war Koubek als Co-Trainer der Nationalmannschaft tätig und kennt die Strukturen des Verbandes daher bestens. Seine Erfahrung soll den Tschechen dabei helfen, bei der WM 2026 für die eine oder andere Überraschung zu sorgen.

DENGOATZ-Rating

Kategorie Punkte
Kaderqualität 6,5/10
Offensive 7/10
Defensive 6,5/10
Erfahrung 6,5/10
Form 7/10
Trainer 6,5/10
Gesamt 40/60

Südafrika

So hat sich Südafrika qualifiziert

Südafrika sicherte sich als Tabellenführer der afrikanischen WM-Qualifikationsgruppe C das Ticket für die Weltmeisterschaft 2026. Mit 18 Punkten verwiesen die „Bafana Bafana“ Nigeria (17 Punkte), Benin (17), Lesotho (12), Ruanda (11) und Simbabwe (5) auf die weiteren Plätze.

Damit kehrt Südafrika erstmals seit der Heim-WM 2010 wieder auf die größte Fußballbühne der Welt zurück. Damals waren die Südafrikaner als Gastgeber automatisch qualifiziert, nun gelang die Qualifikation erstmals wieder auf sportlichem Weg.

Starspieler

Einen echten Superstar sucht man im aktuellen Kader Südafrikas vergeblich. Der wertvollste Spieler der Mannschaft ist Mittelstürmer Lyle Foster vom FC Burnley, dessen Marktwert derzeit auf rund acht Millionen Euro geschätzt wird.

Doch wenn man an Südafrika und Weltmeisterschaften denkt, kommen vielen Fußballfans sofort andere Bilder in den Sinn: die allgegenwärtigen Vuvuzelas, Siphiwe Tshabalalas spektakuläres Eröffnungstor bei der WM 2010 und die einzigartige Begeisterung, mit der das Land das Turnier geprägt hat.

Sportlich gehört Südafrika in Gruppe A sicherlich zu den Außenseitern. Dennoch könnte die Mannschaft mit ihrer Leidenschaft und ihrem Teamgeist für die eine oder andere Überraschung sorgen und dem Turnier erneut eine besondere Geschichte schenken.

Trainer

Hugo Broos

  • 74 Jahre
  • Seit 05. Mai 2021 im Amt

Hugo Broos ist der Trainer mit der längsten Amtszeit in Gruppe A. Der Belgier blickt auf eine beeindruckende internationale Karriere zurück. Im Laufe seiner Trainerlaufbahn arbeitete er unter anderem bei Club Brügge, RSC Anderlecht, Trabzonspor sowie als Nationaltrainer Kameruns. Darüber hinaus war er auch als Sportdirektor von KV Oostende tätig.

Bei Südafrika scheint Broos seine sportliche Heimat gefunden zu haben. Seit Mai 2021 steht er an der Seitenlinie der „Bafana Bafana“ und führte die Mannschaft zurück auf die große WM-Bühne. In bislang 56 Spielen kommt der erfahrene Belgier auf einen starken Punkteschnitt von 1,82 Punkten pro Partie.

Mit seiner Erfahrung und seiner ruhigen Art soll Broos dafür sorgen, dass Südafrika bei der Weltmeisterschaft 2026 mehr ist als nur ein sympathischer Außenseiter.

DENGOATZ-Rating

Kategorie Punkte
Kaderqualität 4/10
Offensive 4,5/10
Defensive 4/10
Erfahrung 4/10
Form 6,5/10
Trainer 6,5/10
Gesamt 29,5/60

DENGOATZ-Gruppenranking

Platz Team Punkte
1 Tschechien 40
2 Mexiko 38
3 Südkorea 34,5
4 Südafrika 29,5

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