Auch in Gruppe B kommen zwei Teams direkt weiter, mit insgesamt acht Gruppendritten könnte sogar noch eine weitere Mannschaft in die K.O.-Phase einziehen. Wer hat die besten Chancen aufs Weiterkommen?
DENGOATZ nimmt alle Teams unter die Lupe.
Bosnien-Herzegowina
So hat sich Bosnien-Herzegowina qualifiziert
Bosnien-Herzegowina spielte in der europäischen WM-Qualifikation in Gruppe H. Mit 17 Punkten belegte die Mannschaft den zweiten Tabellenplatz hinter Österreich (19 Punkte) und musste dadurch den Umweg über die Playoffs nehmen.
Dort bewiesen die Bosnier starke Nerven. Sowohl gegen Wales als auch gegen Italien setzte sich Bosnien-Herzegowina nach Elfmeterschießen durch. Nach einem 4:2-Erfolg vom Punkt gegen Wales folgte ein weiteres Elfmeterschießen gegen Italien, das mit 4:1 gewonnen wurde. Spätestens seit den Playoffs ist klar: Elfmeter liegen den Bosniern, aber bringt ihnen das was fürs Turnier?
Starspieler
Der größte Name im Kader ist nach wie vor Edin Džeko. Der 40-Jährige lief in der Rückrunde für den FC Schalke 04 auf und hatte großen Anteil am Wiederaufstieg der Königsblauen in die Bundesliga. In elf Einsätzen gelangen dem Stürmer sechs Tore und drei Vorlagen.
Džeko blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück. Der Angreifer spielte unter anderem für den VfL Wolfsburg, Manchester City, die AS Rom, Inter Mailand, die AC Florenz und Fenerbahce Istanbul. Seinen internationalen Durchbruch feierte er einst beim VfL Wolfsburg, mit dem er 2009 die deutsche Meisterschaft gewann.
Neben dem erfahrenen Torjäger verfügt Bosnien-Herzegowina mit Tarek Muharemović auch über ein vielversprechendes Talent in der Defensive. Der Innenverteidiger wechselte im Sommer 2024 von Juventus Turin zu US Sassuolo und entwickelte sich dort stetig zum Stammspieler.
In 32 Serie-A-Partien 2025/26 sammelte Muharemović knapp 3.000 Einsatzminuten und steuerte zwei Tore sowie zwei Vorlagen bei. Besonders beeindruckend waren seine Defensivwerte mit einer Zweikampfquote von 64 Prozent und einer Passgenauigkeit von 86 Prozent. Der 22-Jährige könnte bei der WM 2026 endgültig seinen internationalen Durchbruch feiern.
Trainer
Sergej Barbarez
- 54 Jahre
- Seit 19. April 2024 im Amt
Mit Sergej Barbarez sitzt eine echte Bundesliga-Legende auf der Trainerbank von Bosnien-Herzegowina. Als Spieler war der ehemalige Nationalspieler für zahlreiche deutsche Vereine aktiv. Besonders prägend war seine Zeit beim Hamburger SV, darüber hinaus lief er unter anderem für Borussia Dortmund, Bayer 04 Leverkusen, Hansa Rostock, Union Berlin und Hannover 96 auf.
Seit seinem Amtsantritt im April 2024 kommt Barbarez in 21 Spielen auf einen Punkteschnitt von 1,38 Punkten pro Partie. Zwischenzeitlich stand der gebürtige Mostarer aufgrund durchwachsener Ergebnisse durchaus in der Kritik. Mit der erfolgreichen Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2026 verstummten diese Stimmen jedoch schnell.
Vor allem der überraschende Playoff-Erfolg gegen Italien sorgte im ganzen Land für Begeisterung und machte Barbarez endgültig zum gefeierten Nationaltrainer.
DENGOATZ-Rating
| Kategorie | Punkte |
|---|---|
| Kaderqualität | 5/10 |
| Offensive | 6/10 |
| Defensive | 5,5/10 |
| Erfahrung | 6/10 |
| Form | 6/10 |
| Trainer | 6/10 |
| Gesamt | 34,5/60 |
Kanada
So hat sich Kanada qualifiziert
Kanada gehört neben den USA und Mexiko zu den Gastgebern der Weltmeisterschaft 2026. Dadurch waren die Nordamerikaner automatisch für das Turnier qualifiziert und mussten keine Qualifikationsspiele bestreiten.
Starspieler
Kanada verfügt über gleich mehrere Spieler, die auf höchstem internationalem Niveau aktiv sind. Der größte Name im Kader ist ohne Zweifel Alphonso Davies vom FC Bayern München. Nach seiner schweren Kreuzbandverletzung kämpfte sich der Linksverteidiger zurück auf den Platz und nähert sich Schritt für Schritt wieder seiner Bestform an. Auch wenn Davies noch nicht ganz das Niveau seiner absoluten Prime erreicht hat, gehört er weiterhin zu den wichtigsten Spielern der kanadischen Nationalmannschaft. Mit seinem Tempo, seiner Dynamik und seiner Erfahrung kann er Spiele im Alleingang entscheiden.
Neben Davies zählt auch Jonathan David zu den großen Hoffnungsträgern der „Canucks“. Der 26-jährige Stürmer steht bei Juventus Turin unter Vertrag und wechselte im Sommer 2025 ablösefrei vom französischen Klub LOSC Lille nach Italien. Sein aktueller Marktwert wird auf rund 30 Millionen Euro geschätzt. Die vergangene Saison verlief für David allerdings durchwachsen. In 35 Serie-A-Spielen gelangen ihm sechs Tore und vier Vorlagen – für einen Spieler seiner Qualität zu wenig. Bei der Weltmeisterschaft wird Kanada deshalb auf einen treffsicheren Jonathan David angewiesen sein. Gelingt es ihm, seine Topform abzurufen, könnte er zum entscheidenden Faktor für das Abschneiden der Kanadier werden.
Trainer
Jesse Marsch
- 52 Jahre
- Seit 13. Mai 2024 im Amt
Mit Jesse Marsch verfügt Kanada über einen Trainer mit großer internationaler Erfahrung. Seine erfolgreichsten Jahre erlebte der US-Amerikaner bei den RB New York und vor allem bei RB Salzburg, wo er mehrere nationale Titel gewann und sich einen Namen als Förderer junger Talente machte.
Nach seinen Erfolgen in Österreich führte ihn sein Weg über das Red-Bull-Netzwerk in die Bundesliga zu RB Leipzig. Dort konnte Marsch die hohen Erwartungen jedoch nicht erfüllen und musste den Verein bereits nach 20 Pflichtspielen wieder verlassen. Auch sein anschließendes Engagement bei Leeds United endete nach vergleichsweise kurzer Zeit.
Bei Kanada scheint Marsch nun wieder in ruhigeres Fahrwasser geraten zu sein. Seit seinem Amtsantritt im Mai 2024 entwickelte sich die Nationalmannschaft positiv. In bislang 31 Spielen kommt der 52-Jährige auf einen starken Punkteschnitt von 1,71 Punkten pro Partie.
DENGOATZ-Rating
| Kategorie | Punkte |
|---|---|
| Kaderqualität | 6/10 |
| Offensive | 6/10 |
| Defensive | 5,5/10 |
| Erfahrung | 4,5/10 |
| Form | 6,5/10 |
| Trainer | 6,5/10 |
| Gesamt | 35/60 |
Katar
So hat sich Katar qualifiziert
Katar qualifizierte sich als Gruppensieger der asiatischen WM-Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2026. Dabei setzte sich die Nationalmannschaft gegen die Vereinigten Arabischen Emirate sowie den Oman durch und löste souverän das Ticket für das Turnier in Nordamerika.
Starspieler
Von einem echten Weltstar kann im aktuellen Kader Katars kaum gesprochen werden. Der gesamte Kader besitzt laut Transfermarkt einen geschätzten Marktwert von lediglich rund 19 Millionen Euro. Der wertvollste Spieler der Mannschaft ist Akram Afif mit einem Marktwert von rund acht Millionen Euro.
Der Linksaußen steht seit 2020 bei Al-Sadd unter Vertrag und gehört dort seit Jahren zu den absoluten Leistungsträgern. Zuvor versuchte Afif den Sprung nach Europa und spielte unter anderem für den FC Villarreal in Spanien. Der endgültige Durchbruch blieb ihm dort jedoch verwehrt.
In der Saison 2025/26 überzeugte der Offensivspieler erneut mit starken Zahlen. In 36 Pflichtspielen erzielte Afif 18 Tore und bereitete weitere 18 Treffer vor. Damit war er einmal mehr der wichtigste Offensivspieler seines Klubs.
Der eigentliche Star des Teams steht an der Seitenlinie…
Trainer
Julen Lopetegui
- 59 Jahre
- Seit 01. Mai 2025 im Amt
Während andere Nationen auf Weltklassespieler setzen, investierte Katar lieber in einen Trainer mit internationalem Renommee. Mit Julen Lopetegui verpflichtete der Verband einen Coach, der bereits einige der größten Vereine Europas trainierte.
Der Spanier war unter anderem für Real Madrid, den FC Sevilla, den FC Porto, die Wolverhampton Wanderers und West Ham United tätig. Darüber hinaus betreute er auch die spanische Nationalmannschaft.
Besonders kurios verlief seine Zeit vor der Weltmeisterschaft 2018. Nur wenige Tage vor dem Turnier wurde bekannt, dass Lopetegui nach der WM zu Real Madrid wechseln würde. Der spanische Verband reagierte drastisch und entließ den Nationaltrainer noch vor dem ersten WM-Spiel.Mit Katar erhält Lopetegui nun die Chance, doch noch als Nationaltrainer bei einer Weltmeisterschaft auf der Bank zu sitzen.
DENGOATZ-Rating
| Kategorie | Punkte |
|---|---|
| Kaderqualität | 3,5/10 |
| Offensive | 3,5/10 |
| Defensive | 3/10 |
| Erfahrung | 1,5/10 |
| Form | 5/10 |
| Trainer | 8/10 |
| Gesamt | 24,5/60 |
Schweiz
So hat sich Schweiz qualifiziert
Die Schweiz sicherte sich in der europäischen WM-Qualifikation den ersten Platz in Gruppe B. Mit 14 Punkten setzte sich die Nati vor dem Kosovo (11 Punkte) durch und blieb dabei in allen Qualifikationsspielen ungeschlagen.
Die souveräne Qualifikation unterstrich einmal mehr die Konstanz der Schweizer Nationalmannschaft, die mittlerweile bei großen Turnieren zu den festen Größen Europas zählt.
Starspieler
Die Schweiz verfügt über einen starken und ausgeglichenen Kader. Mit Spielern wie Gregor Kobel, Manuel Akanji, Ricardo Rodríguez, Denis Zakaria, Granit Xhaka, Ruben Vargas, Breel Embolo und Noah Okafor besitzt die Nati zahlreiche Akteure mit internationaler Erfahrung auf höchstem Niveau.
Zu den wertvollsten Spielern des Kaders gehört Dan Ndoye. Der Offensivspieler wechselte im Sommer 2025 für rund 42 Millionen Euro zu Nottingham Forest und besitzt aktuell einen Marktwert von etwa 32 Millionen Euro. Seine erste Saison in der Premier League verlief allerdings noch nicht wie erhofft. In 24 Einsätzen gelangen ihm lediglich ein Tor und eine Vorlage. Dennoch zählt Ndoye aufgrund seiner Schnelligkeit und seines Eins-gegen-eins-Verhaltens zu einem spannenden Offensivspieler der Schweiz.
Noch wertvoller und aktuell möglicherweise sogar wichtiger für die Mannschaft ist Johan Manzambi vom SC Freiburg. Der zentrale Mittelfeldspieler spielte eine herausragende Saison und stand insgesamt 47 Mal für die Breisgauer auf dem Platz. Dabei gelangen ihm sieben Tore und neun Vorlagen. Mit seiner Dynamik, seiner Spielintelligenz und seiner Torgefahr könnte Manzambi zu den Überraschungen dieser Weltmeisterschaft werden. Es würde nicht überraschen, wenn nach dem Turnier mehrere europäische Top-Klubs um seine Verpflichtung kämpfen würden.
Trainer
Murat Yakin
- 51 Jahre
- Seit 09. August 2021 im Amt
Mit Murat Yakin setzt der Schweizer Fußballverband seit mehreren Jahren auf Kontinuität. Der gebürtige Basler übernahm die Nationalmannschaft im Sommer 2021 und entwickelte sie kontinuierlich weiter.
In bislang 58 Spielen als Nationaltrainer kommt Yakin auf einen Punkteschnitt von 1,62 Punkten pro Partie. Unter seiner Führung etablierte sich die Schweiz weiterhin als unangenehmer Gegner für jede Nation.
Vor seinem Engagement bei der Nationalmannschaft trainierte Yakin unter anderem den FC Schaffhausen, den FC Sion, die Grasshoppers Zürich, Spartak Moskau, den FC Basel, den FC Luzern und den FC Thun.
DENGOATZ-Rating
| Kategorie | Punkte |
|---|---|
| Kaderqualität | 7,5/10 |
| Offensive | 7/10 |
| Defensive | 7,5/10 |
| Erfahrung | 7,5/10 |
| Form | 7,5/10 |
| Trainer | 7/10 |
| Gesamt | 44/60 |
DENGOATZ-Gruppenranking
| Platz | Team | Punkte |
|---|---|---|
| 1 | Schweiz | 44 |
| 2 | Kanada | 35 |
| 3 | Bosnien-Herzegowina | 34,5 |
| 4 | Katar | 24,5 |

