WM 2026 Gruppe C im Check: Brasilien, Marokko, Haiti und Schottland

In Gruppe C ist mit Brasilien ein echtes Schwergewicht! Für viele Fans ein großer Mitfavorit auf den Weltmeistertitel. Den Marokkanern muss man eine Überraschung zutrauen. Schottland und vor allem Haiti bleibt die Außenseiterrolle.

DENGOATZ nimmt alle Teams unter die Lupe.

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Brasilien

So hat sich Brasilien qualifiziert

Die brasilianische Nationalmannschaft hat sich in der südamerikanischen WM-Qualifikation zwar nicht mit Ruhm bekleckert, das Ticket für die Weltmeisterschaft 2026 jedoch souverän gelöst. Mit 28 Punkten aus 18 Spielen belegte die „Seleção“ am Ende den fünften Platz hinter Argentinien (38 Punkte), Ecuador (29 Punkte), Kolumbien und Uruguay (beide ebenfalls 28 Punkte).

Platz Team Spiele Tordifferenz Punkte
1 Argentinien 18 +21 38
2 Ecuador 18 +9 29
3 Kolumbien 18 +10 28
4 Uruguay 18 +10 28
5 Brasilien 18 +7 28
6 Paraguay 18 +4 28
7 Bolivien 18 -18 20
8 Venezuela 18 -10 18
9 Peru 18 -15 12
10 Chile 18 -18 11

Starspieler

Der Kader Brasiliens ist gespickt mit Weltklassespielern. Der größte Name bleibt jedoch weiterhin Neymar. Auch wenn der ehemalige Profi des FC Barcelona und von Paris Saint-Germain sportlich nicht mehr auf dem Höhepunkt seiner Karriere steht, verkörpert er noch immer den brasilianischen Fußball wie kaum ein anderer Spieler.

Seit Februar 2025 steht Neymar wieder beim FC Santos unter Vertrag, jenem Verein, bei dem seine Profikarriere einst begann. In der laufenden Saison kommt der mittlerweile 34-Jährige auf 15 Einsätze mit sechs Toren und vier Vorlagen. Allerdings wird Neymar weiterhin von Verletzungen begleitet. Aktuell laboriert er an einer Wadenverletzung, weshalb sein Einsatz bei der Weltmeisterschaft noch nicht zu 100 Prozent gesichert ist.

Neben Neymar verfügt Brasilien natürlich über zahlreiche weitere Weltstars. Besonders hervorzuheben ist Vinícius Júnior von Real Madrid. Der Linksaußen gehört seit Jahren zu den besten Offensivspielern der Welt und kommt in dieser Saison auf beeindruckende 53 Pflichtspiele, 22 Tore und 14 Vorlagen.Weltweit gibt es nur fünf Spieler, die einen höheren Marktwert besitzen als er. Aktuell liegt sein Marktwert bei 140 Millionen Euro.

# Spieler Alter Nation Verein Marktwert
1 Lamine Yamal 18 Spanien FC Barcelona 200 Mio. €
2 Erling Haaland 25 Norwegen Manchester City 200 Mio. €
3 Kylian Mbappé 27 Frankreich Real Madrid 180 Mio. €
4 Pedri 23 Spanien FC Barcelona 150 Mio. €
5 Michael Olise 24 Frankreich FC Bayern München 150 Mio. €
6 João Neves 21 Portugal Paris Saint-Germain 140 Mio. €
7 Khvicha Kvaratskhelia 25 Georgien Paris Saint-Germain 140 Mio. €
8 Vitinha 26 Portugal Paris Saint-Germain 140 Mio. €
9 Vinícius Júnior 25 Brasilien Real Madrid 140 Mio. €
10 Jude Bellingham 22 England Real Madrid 130 Mio. €

Trainer

Carlo Ancelotti

  • 66 Jahre
  • Seit 26. Mai 2025 im Amt

Mit Carlo Ancelotti sitzt einer der erfolgreichsten Trainer der Fußballgeschichte auf der Bank der brasilianischen Nationalmannschaft. Der Italiener trainierte bereits zahlreiche europäische Spitzenvereine, darunter Real Madrid, Paris Saint-Germain, Juventus Turin, den FC Chelsea, die AC Mailand, den SSC Neapel und den FC Bayern München.

In seiner außergewöhnlichen Karriere gewann Ancelotti insgesamt 35 Titel. Besonders beeindruckend ist seine Bilanz in der UEFA Champions League, die er insgesamt fünfmal gewinnen konnte – dreimal mit Real Madrid und zweimal mit der AC Mailand.

Ancelotti gilt als Meister im Umgang mit großen Persönlichkeiten und Weltstars. Genau diese Fähigkeit könnte für Brasilien entscheidend werden. Denn an individueller Qualität mangelt es der „Seleção“ keineswegs. Die große Herausforderung besteht vielmehr darin, aus den vielen Topspielern eine funktionierende Einheit zu formen.

Gelingt Ancelotti dieses Kunststück, gehört Brasilien bei der Weltmeisterschaft 2026 automatisch zu den größten Titelkandidaten.

DENGOATZ-Rating

Kategorie Punkte
Kaderqualität 9/10
Offensive 9/10
Defensive 8,5/10
Erfahrung 9,5/10
Form 7,5/10
Trainer 10/10
Gesamt 53,5/60

Marokko

So hat sich Marokko qualifiziert

Marokko marschierte souverän durch die afrikanische WM-Qualifikation. Mit acht Siegen aus acht Spielen, 24 Punkten und einer beeindruckenden Tordifferenz von 22:2 sicherten sich die Nordafrikaner ohne Punktverlust den ersten Platz in ihrer Qualifikationsgruppe.

Besonders eindrucksvoll war dabei der direkte Vergleich mit Verfolger Niger. Gegen den Tabellenzweiten setzte sich Marokko deutlich mit 5:0 durch und unterstrich damit seine Rolle als eine der stärksten Mannschaften des afrikanischen Kontinents.

Platz Team Sp. S U N Tore Diff. Punkte
1 Marokko 8 8 0 0 22:2 +20 24
2 Niger 8 5 0 3 11:10 +1 15
3 Tansania 8 3 1 4 6:7 -1 10
4 Sambia 8 3 0 5 10:10 0 9
5 Kongo 8 0 1 7 4:24 -20 1

Starspieler

Marokko verfügt über einen der talentiertesten Kader Afrikas. Der größte Star der Mannschaft ist zweifellos Achraf Hakimi. Der Rechtsverteidiger von Paris Saint-Germain gehört seit Jahren zu den besten Spielern auf seiner Position und besitzt aktuell einen Marktwert von rund 80 Millionen Euro.

Mit seiner Schnelligkeit, seiner Offensivstärke und seiner Erfahrung auf höchstem Niveau ist Hakimi einer der wichtigsten Spieler im marokkanischen Team. Der ehemalige Profi von Borussia Dortmund gewann mit Paris Saint-Germain vor kurzem zum zweiten Mal in Folge die UEFA Champions League.

Auch für die Fans des VfB Stuttgart dürfte der marokkanische Kader interessant sein. Mit Bilal El Khannouss steht ein Spieler im Aufgebot, der in der Bundesliga bestens bekannt ist. Gemeinsam mit Frankfurts Ayoube Amaimouni-Echghouyab gehört er zu den Bundesliga-Vertretern im Kader der „Löwen vom Atlas“.

Ebenfalls im Fokus steht Brahim Díaz. Der Offensivspieler von Real Madrid gehört zu den kreativsten Akteuren im marokkanischen Team und dürfte bei der Weltmeisterschaft eine Schlüsselrolle übernehmen. Nach seinem unglücklichen Auftritt im Finale des Afrika-Cups wird er besonders motiviert sein, auf der größten Fußballbühne der Welt ein Ausrufezeichen zu setzen.

Trainer

Mohamed Ouahbi

  • 49 Jahre
  • Seit 05. März 2026 im Amt

Mohamed Ouahbi zählt zu den spannendsten Trainer-Personalien dieser Weltmeisterschaft. Im März 2026 erhielt er überraschend seinen ersten Cheftrainerposten im Profifußball und übernahm direkt die marokkanische Nationalmannschaft.

Zuvor arbeitete Ouahbi viele Jahre im Nachwuchsbereich. Von 2004 bis 2021 war er in verschiedenen Funktionen in der Jugend von RSC Anderlecht tätig, ehe er anschließend die U20-Nationalmannschaft Marokkos übernahm.

Ouahbi bringt auf höchstem Niveau nur wenig Erfahrung als Cheftrainer mit. Genau darin liegt die große Frage vor der Weltmeisterschaft. Ein unerfahrener Trainer bei einer starken Mannschaft von Marokko. Überraschung oder böses Erwachen?

DENGOATZ-Rating

Kategorie Punkte
Kaderqualität 7,5/10
Offensive 7,5/10
Defensive 7,5/10
Erfahrung 7/10
Form 7,5/10
Trainer 5/10
Gesamt 42/60

Haiti

So hat sich Haiti qualifiziert

Haiti hat sich in der WM-Qualifikation Nord-und Mittelamerika in der Gruppe C als Erster vor Honduras, Costa Rica und Nicaragua durchgesetzt. Damit qualifizierte sich die Nationalmannschaft zum zweiten Mal in ihrer Geschichte für eine Fußball-Weltmeisterschaft.

Platz Team Sp. Diff. Pkt.
1 Haiti 6 +3 11
2 Honduras 6 +3 9
3 Costa Rica 6 +2 7
4 Nicaragua 6 -8 4

Starspieler

Einen echten Weltstar sucht man im Kader Haitis vergeblich. Dennoch verfügt die Mannschaft über einige interessante Spieler, die den Unterschied ausmachen können.

Der gesamte WM-Kader besitzt einen geschätzten Marktwert von rund 55 Millionen Euro. Den größten Anteil daran haben Jean-Ricner Bellegarde von den Wolverhampton Wanderers und Wilson Isidor vom AFC Sunderland. Gemeinsam kommen die beiden Offensivspieler auf einen Marktwert von rund 34 Millionen Euro.

Wilson Isidor machte in der vergangenen Premier-League-Saison besonders auf sich aufmerksam. Dem Stürmer gelangen sechs Tore in 32 Ligaspielen. Auch Jean-Ricner Bellegarde sammelte wichtige Erfahrungen auf höchstem Niveau und steuerte einen Treffer für Wolverhampton bei.

Trainer

Sébastien Migné

  • 53 Jahre
  • Seit 08. März 2023 im Amt

Sébastien Migné hat sich in Haiti bereits einen Namen gemacht. Dem Franzosen gelang es, die Nationalmannschaft erstmals seit über einem halben Jahrhundert wieder zu einer Weltmeisterschaft zu führen.

Vor seinem Engagement in Haiti sammelte Migné bereits umfangreiche Erfahrungen im internationalen Fußball. Unter anderem betreute er die Nationalmannschaften von Äquatorialguinea, Kenia und dem Kongo.

Mit der erfolgreichen WM-Qualifikation hat sich der 53-Jährige bereits einen Platz in den Geschichtsbüchern des haitianischen Fußballs gesichert. Nun steht er vor der größten Herausforderung seiner Trainerkarriere: Haiti bei der Weltmeisterschaft 2026 vertreten zu dürfen.

DENGOATZ-Rating

Kategorie Punkte
Kaderqualität 4/10
Offensive 5,5/10
Defensive 3,5/10
Erfahrung 3,5/10
Form 6,5/10
Trainer 4/10
Gesamt 27/60

Schottland

So hat sich Schottland qualifiziert

Schottland setzte sich in der europäischen WM-Qualifikation gegen Dänemark, Griechenland und Belarus durch und sicherte sich damit das Ticket für die Weltmeisterschaft 2026.

Die „Tartan Army“ überzeugte vor allem durch ihre mannschaftliche Geschlossenheit und setzte sich in einer ausgeglichenen Gruppe am Ende verdient durch. Nach 1998 in Frankreich kehrt Schottland damit auf die größte Fußballbühne der Welt zurück.

Platz Team Sp. Diff. Pkt.
1 Schottland 6 +6 13
2 Dänemark 6 +9 11
3 Griechenland 6 -2 7
4 Belarus 6 -13 2

Starspieler

Schottland verfügt zwar nicht über die individuelle Qualität der ganz großen Fußballnationen, besitzt aber einige erfahrene Führungsspieler und Akteure auf internationalem Top-Niveau.

Mit Andrew Robertson (94 Länderspiele) und John McGinn (86 Länderspiele) stehen zwei echte Rekordspieler im schottischen Kader. Beide gehören seit Jahren zu den Gesichtern der Nationalmannschaft und bringen die nötige Erfahrung für ein großes Turnier mit.

Der wertvollste Spieler im Aufgebot ist jedoch Scott McTominay. Der zentrale Mittelfeldspieler steht seit Sommer 2024 beim SSC Neapel unter Vertrag und entwickelte sich dort schnell zu einer Schlüsselfigur. In der abgelaufenen Saison absolvierte McTominay 44 Pflichtspiele, erzielte starke 14 Tore und bereitete vier weitere Treffer vor.

Trainer

Steve Clarke

  • 62 Jahre
  • Seit 20. Mai 2019 im Amt

Vor seiner Zeit als Nationaltrainer arbeitete Clarke als Co-Trainer bei Newcastle United, dem FC Chelsea, West Ham United, dem FC Liverpool und Aston Villa. In seiner Karriere trainierte er zudem West Brom und den FC Raiding als Cheftrainer. Mit West Brom erreichte er in der Premier League Rang acht, während er mit dem FC Reading in der League One Platz zwölf belegte.

DENGOATZ-Rating

Kategorie Punkte
Kaderqualität 5/10
Offensive 5/10
Defensive 6/10
Erfahrung 7/10
Form 7/10
Trainer 6/10
Gesamt 36/60

DENGOATZ-Gruppenranking

Platz Team Punkte
1 Brasilien 53,5
2 Marokko 42
3 Schottland 36
4 Haiti 27

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