WM 2026 Gruppe D im Check: Türkei, USA, Paraguay und Australien

In der Gruppe D scheint auf den ersten Blick kein Schwergewicht im Turnier dabei zu sein. Ob das wirklich auch der Fall ist, analysieren wir hier im Gruppencheck.

DENGOATZ nimmt alle Teams unter die Lupe.

Türkei

So hat sich Türkei qualifiziert

Die Türkei qualifizierte sich über die Playoffs der europäischen WM-Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2026. Damit sind die Türken erstmals seit der Weltmeisterschaft 2002 in Südkorea und Japan wieder bei einer WM-Endrunde vertreten. Insgesamt ist es erst die dritte WM-Teilnahme in der Geschichte der türkischen Nationalmannschaft.

Starspieler

Die Türkei verfügt über einen spannenden Mix aus erfahrenen Führungsspielern und hochtalentierten Nachwuchsstars.

Der bekannteste Name im Kader ist Hakan Çalhanoğlu. Der Mittelfeldspieler von Inter Mailand zählt seit Jahren zu den wichtigsten Spielern der Nationalmannschaft und bringt jede Menge Erfahrung aus internationalen Top-Wettbewerben mit.

Die größten Hoffnungsträger sind allerdings Arda Güler und Kenan Yıldız. Güler steht bei Real Madrid unter Vertrag und besitzt aktuell einen Marktwert von rund 90 Millionen Euro. Der offensive Mittelfeldspieler gilt als großes Talente und könnte bei der Weltmeisterschaft endlich seinen internationalen Durchbruch feiern.

Auch Kenan Yıldız von Juventus Turin wird von vielen Experten eine große Zukunft vorausgesagt. Der Offensivspieler bringt bereits einen Marktwert von rund 45 Millionen Euro mit und zählt zu den gefährlichsten Angreifern im türkischen Aufgebot.

Aus deutscher Sicht lohnt sich ebenfalls ein Blick auf den türkischen Kader. Mit Ozan Kabak (TSG Hoffenheim), Salih Özcan (Borussia Dortmund) und Can Uzun (Eintracht Frankfurt) stehen gleich mehrere Bundesliga-Profis im Aufgebot. Atakan Karazor vom VfB Stuttgart durfte sich ebenfalls Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme machen. Für den finalen Kader wurde der Mittelfeldspieler allerdings nicht berücksichtigt.

Trainer

Vincenzo Montella

  • 51 Jahre
  • Seit 21. September 202im Amt

Mit Vincenzo Montella steht ein erfahrener Fußballfachmann an der Seitenlinie der türkischen Nationalmannschaft. Der Italiener trainierte in seiner Karriere bereits mehrere namhafte Vereine, darunter die AC Mailand, den AC Florenz, Sampdoria Genua, den FC Sevilla und Adana Demirspor.

Seit seinem Amtsantritt im September 2023 hat Montella die Türkei wieder zurück auf die große Fußballbühne geführt. Unter seiner Leitung gelang nicht nur die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2026, sondern auch eine deutliche Weiterentwicklung des gesamten Teams.

In bislang 33 Länderspielen kommt Montella auf einen starken Punkteschnitt von 1,97 Punkten pro Partie. Sollte es ihm gelingen, das enorme Potenzial seiner jungen Offensivspieler auf den Platz zu bringen, könnte die Türkei bei der Weltmeisterschaft 2026 für die eine oder andere Überraschung sorgen.

Kategorie Punkte
Kaderqualität 7,5/10
Offensive 8/10
Defensive 7/10
Erfahrung 7/10
Form 8/10
Trainer 7/10
Gesamt 44,5/60

USA

So hat sich USA qualifiziert

Die USA musste sich als Gastgeberland nicht für die Weltmeisterschaft 2026 qualifizieren und ist automatisch für das Turnier gesetzt. Gemeinsam mit Kanada und Mexiko richtet die US-amerikanische Nationalmannschaft die WM aus.

Mit Ausnahme der Weltmeisterschaft 2018 in Russland waren die Vereinigten Staaten seit 1990 bei jeder WM-Endrunde vertreten.

Starspieler

Dass die USA über einen talentierten und konkurrenzfähigen Kader verfügt, zeigte sich zuletzt auch im Testspiel gegen die deutsche Nationalmannschaft. Trotz der 1:2-Niederlage präsentierten sich die Amerikaner auf Augenhöhe und überzeugten vor allem durch ihre geschlossene Mannschaftsleistung.

Der größte Star im Team ist Christian Pulisic von der AC Mailand. Mit einem Marktwert von rund 40 Millionen Euro gehört der ehemalige Dortmunder zu den wertvollsten Spielern im Kader (gemeinsam mit Folarin Balogun, AS Monaco). In der vergangenen Serie-A-Saison kam Pulisic auf 30 Einsätze, acht Tore und vier Vorlagen. Mit seiner Schnelligkeit, seiner Technik und seiner internationalen Erfahrung zählt er zu den wichtigsten Spielern der US-Auswahl.

Auch aus Bundesliga-Sicht lohnt sich ein Blick auf den amerikanischen Kader. Mit Joe Scally und Giovanni Reyna (beide Borussia Mönchengladbach) sowie Malik Tillman (Bayer Leverkusen) stehen gleich mehrere Bundesliga-Profis im Aufgebot.

Darüber hinaus sammelten zahlreiche weitere US-Nationalspieler bereits Erfahrungen in Deutschland.: Ricardo Pepi (FC Augsburg), Christian Pulisic (Bor. Dortmund), Brenden Aaronson (Union Berlin), Weston McKennie (Schalke 04) und Chris Richards (FC Bayern und TSG Hoffenheim).

Trainer

Mauricio Pochettino

  • 54 Jahre
  • Seit 10. September 202im Amt

Mit Mauricio Pochettino verfügt die US-Nationalmannschaft über einen Trainer mit internationalem Top-Niveau. Der Argentinier machte sich zunächst bei Espanyol Barcelona und dem FC Southampton einen Namen, ehe ihm bei Tottenham Hotspur der internationale Durchbruch gelang.

Anschließend trainierte Pochettino unter anderem Paris Saint-Germain und den FC Chelsea. Mit PSG gewann er die französische Meisterschaft, den Pokal sowie den Supercup.

Bei der US-Nationalmannschaft setzt Pochettino bevorzugt auf ein 4-3-2-1-System, das optimal zu den Stärken seines Kaders passt. In seinen bisherigen 26 Spielen als Nationaltrainer kommt er auf einen starken Punkteschnitt von 1,77 Punkten pro Partie.

Mit Heimvorteil, einem talentierten Kader und einem erfahrenen Trainer gehört die USA zu den Nationen, die bei der Weltmeisterschaft 2026, mit Heimvorteil, durchaus für eine Überraschung sorgen könnten.

Kategorie Punkte
Kaderqualität 7,5/10
Offensive 8/10
Defensive 7/10
Erfahrung 7/10
Form 7,5/10
Trainer 8,5/10
Gesamt 45,5/60

Paraguay

So hat sich Paraguay qualifiziert

Paraguay sicherte sich in der südamerikanischen WM-Qualifikation mit 28 Punkten und Rang sechs die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2026. Damit kehrt die „Albirroja“ erstmals seit der WM 2010 in Südafrika auf die große Fußballbühne zurück.

Starspieler

Einen echten Starspieler sucht man im paraguayischen Kader vergeblich. Der bekannteste Spieler im Aufgebot ist Miguel Almirón. Der Rechtsaußen erlebte seine erfolgreichste Zeit bei Newcastle United, wo er zwischen 2019 und 2025 unter Vertrag stand. Dort entwickelte sich der flinke Offensivspieler zum Publikumsliebling.

Mittlerweile steht der 32-Jährige wieder bei Atlanta United in der Major League Soccer unter Vertrag. Trotz seines fortgeschrittenen Fußballeralters zählt Almirón weiterhin zu den wichtigsten Offensivspielern Paraguays und soll die Mannschaft mit seiner Erfahrung durch das Turnier führen.

Trainer

Gustavo Alfaro

  • 63 Jahre
  • Seit 16. August 202im Amt

Mit Gustavo Alfaro verfügt Paraguay über einen erfahrenen Fußballfachmann an der Seitenlinie. Der Argentinier blickt auf eine lange Trainerkarriere zurück und arbeitete bereits bei zahlreichen Vereinen sowie Nationalmannschaften.

Zu seinen bekanntesten Stationen zählen unter anderem die Boca Juniors sowie mehrere Klubs im argentinischen Profifußball. Auch auf internationaler Ebene sammelte Alfaro reichlich Erfahrung. Von 2020 bis 2023 trainierte er die Nationalmannschaft Ecuadors, ehe er anschließend Costa Rica übernahm.

Seit seinem Amtsantritt bei Paraguay im August 2024 entwickelte sich die Mannschaft positiv. In bislang 19 Spielen kommt Alfaro auf einen starken Punkteschnitt von 1,74 Punkten pro Partie.

Mit seiner Erfahrung und seiner defensiv geprägten Spielphilosophie könnte Alfaro dafür sorgen, dass Paraguay bei der Weltmeisterschaft 2026 zu einem unangenehmen Gegner für jede Nation wird.

Kategorie Punkte
Kaderqualität 6/10
Offensive 6/10
Defensive 6/10
Erfahrung 4,5/10
Form 6,5/10
Trainer 6/10
Gesamt 35/60

Australien

So hat sich Australien qualifiziert

Australien hat sich in der asiatischen WM-Qualifikations-Gruppe mit der vollen Punkteausbeute von 18 Punkten aus sechs Spielen locker fürs Turnier qualifiziert.

Starspieler

Auch die Australier besitzen keinen Starspieler im Team. Die bekanntesten Spieler (in Deutschland) sind Jackson Irvine, Connor Metcalfe (beide St. Pauli) und Matthew Leckie (ehemals Gladbach, Ingolstadt und Hertha). Mittlerweile spielt der 35-Jährige Leckie bei Melbourne City

Trainer

Tony Popovic

  • 52 Jahre
  • Seit 23. September 202im Amt

Mit Tony Popovic sitzt ein alter Bekannter des australischen Fußballs auf der Trainerbank der „Socceroos“. Als Spieler absolvierte der ehemalige Innenverteidiger über 50 Länderspiele für Australien und nahm an der Weltmeisterschaft 2006 teil.

Vor seinem Engagement als Nationaltrainer sammelte Popovic Erfahrungen im Vereinsfußball. Unter anderem trainierte er die Western Sydney Wanderers, Perth Glory, Melbourne Victory und Karagümrük in der Türkei.

Seit seiner Übernahme im September 2024 entwickelte sich Australien sportlich positiv weiter. Popovic steht für eine gut organisierte Defensive und viel Disziplin gegen den Ball.

Kategorie Punkte
Kaderqualität 4/10
Offensive 4,5/10
Defensive 4/10
Erfahrung 4/10
Form 6,5/10
Trainer 5/10
Gesamt 28/60

DENGOATZ-Gruppenranking

Platz Team Punkte
1 USA 45,5
2 Türkei 44,5
3 Paraguay 35
4 Australien 28

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